Coburg Palais Edinburgh Wappen

“very british” ist das Wappen im Giebel des Palais Edinburgh. Hosenbandorden: “Honi soit qui mal y pense”, als Wappenträger englischer gekrönter Löwe und das “Sachsenross” (oder Einhorn, da angekettet! , im Wappenschild die heraldischen Zeichen Englands (drei Leoparden), Schottlands (Löwe) und Irlands (Harfe). Herzschild Wettiner Wappen.

Vor einigen Wochen gelangten Berichte über eine Auseinandersetzung um die Gestaltung des “Palais Edinburgh” im Zuge einer Renovierung in die Öffentlichkeit.
Es handelt sich  um eine der prominentesten Adressen, welche die Vestestadt überhaupt zu vergeben hat. Sicher sehen wir hier nicht die ganz große Architektur, wohl aber aber  ein Bauwerk, welches sich in das Ensemble „Schlossplatz“ mit Ehrenburg und Landestheater bestens einfügt.
Bauherr war ursprünglich ein Freiherr von Wangenheim, der 1846 das Palais und eine  nahegelegene Villa erbauen ließ. Nach dem Tod Wangenheims ging der Besitz auf das Herzogshaus über. Die wirklich große Zeit für das Gebäude sollte nun kommen. Zunächst wurde das Gebäude 1866 durch Baumeister Georg Rothbart aufgestockt und im Stile der damals modischen „Neu-Renaissance“ umgebaut. Im Jahre 1881 dann der nächste Umbau und die Erweiterung um den Flügel an der „Allée“. Es galt, einen angemessenen Coburger Sitz   für den britischen Prinzen Alfred, Herzog von Edinburgh, zu schaffen. Der  Sohn von Queen Victoria und Prinz Albert sollte Nachfolger des kinderlosen Herzog Ernst II als Herzog von Sachsen - Coburg und Gotha werden.
„Herzog von Edinburgh“, das  ist ein Adelstitel, den das britische Königshaus verleiht, erstmals im Jahre 1726 an Friedrich Ludwig von Hannover, also ein Mitglied des damaligen britischen Herrscherhauses. Er vererbte sich an drei weitere Angehörige dieser Dynastie und war 1834 dann zunächst erloschen.
Der nächste Träger dieses Titels war  Prinz Alfred. Er residierte  bis zu seinem Regierungsantritt im  daher so genannten „Palais Edinburgh“. Der im Windsor-Palace geborene britische Prinz war  allerdings während dieser Zeit nicht konstant hier anwesend, war der doch  Mitglied des britischen Königshauses und auch britischer Marineoffizier.
 Herzog Alfred regierte das Herzogtum von 1893  - 1900. Ein bemerkenswertes Ereignis während dieser Zeit war die berühmte „Fürstenhochzeit“ von 1894. Damals entstand das berühmte „Familienfoto“, das Hofphotograph Uhlenhuth im Wintergarten des Palais Edinburgh fertigte.
Nach Herzog Alfred  wurde der Titel eines „Herzog von Edinburgh“ erst wieder an den jetzigen Träger,  Prinz Philip verliehen. Insgesamt gab es also seit 1726 nur sechs Träger dieses großen Namens.
Also eine wahrhaftig prominente Adresse. Der Eingang war übrigens immer dort, wo er sich derzeit befindet.
 

Coburg Schlossplatz
Coburg Palais Edinburgh
Parkplatz IHK Präsident

Der vormalige Hausherr, Herzog von Edinburgh, kam noch ohne aus.....

unten: nach der Umgestaltung.

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