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Über die „Ehrenbürg“ nach „St. Moritz“

Wanderung 17. Mai 2009 - Wfr. Waltraud Wank u. Wilhelm Bauer

Die Fränkische Schweiz stand auf dem Programm des Thüringerwald-Vereins Coburg an seiner Sonntagswanderung am 17. Mai. Ziel war die „Ehrenbürg“, auch „Walberla“ genannt, ein imposanter Tafelberg in der Nähe von Forchheim. Er ähnelt in vielem dem Staffelberg, ist aber noch mehr von Steilwänden eingerahmt und nur an wenigen Stellen für „Normalwanderer“ zugänglich.

Nach relativ kurzer Fahrt kam unser Bus bei strahlendem Sonnenschein in Kirchehrenbach am Fuße der „Ehrenbürg“ an. Schon wurde es warm, als der steile, aber nicht allzu lange Anstieg zu bewältigen war. Unterwegs begegneten wir einer Wallfahrergruppe, die auf dem Wege zu der Kapelle „St. Walburga“ war, nach der der ganze Berg seinen volkstümlichen Namen hat. Während die Wallfahrer an der Kapelle ihren Gottesdienst feierten, genossen wir zunächst auf dem Nordgipfel die Aussicht, die von Bamberg über Forchheim bis Erlangen reichte. Die Sicht nach Nürnberg wäre sicherlich möglich, hier stehen aber andere Berge im Wege. Nahobjekt ist die „Vexier“ – eig. St. Nikolaus-Kapelle bei Reifenberg. Dieser Name soll darauf zurückzuführen sein, dass ihr Aussehen je nach Sichtwinkel ständig wechselt.

Eine längere Rast legten wir auf dem südlichem Gipfel „Rodenstein“ ein. Wir mussten mit Rucksackverpflegung vorlieb nehmen, weil die Gasthäuser der Umgebung alle mit Kommunionfeiern belegt waren.  Noch milderte ein lebhafter Wind die frühsommerliche Hitze.

Schön anzusehen auch die Blumenwiesen, wie sie so nur erhalten bleiben, wenn die Wiesen nicht landwirtschaftlich gedüngt werden und ein zu früher Schnitt unterbleibt.

Nach dieser Rast ging es steil hinunter nach Leutenbach.

 

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Solche Blumenwiesen gedeihen nur bei Verzicht auf “Gründüngung” und frühen Schnitt.

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Rekonstruktion einer vorgeschichtlichen Verteidigungsmauer, ähnlich wie bei der “Heunischenburg” bei Kronach

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Der Südgipfel “Rodenstein” am 17.05.2009

Wir stiegen dann auf steilem Pfad hinunter nach Leutenbach. Die Mittagshitze war nun schon sehr drückend.  Zum Glück geleiteten uns die Wanderführer nun auf einem schmalen Pfad durch dichten Wald. Ein kleines Naturwunder war angekündigt und das war nicht zu viel versprochen. Ein Wasserfall, Sinterterrassen bildend, sprudelte romantisch durch den Wald. Der Weg führte, durch Geländer gesichert, stets dicht am Ufer. Oben war es nun nicht mehr weit bis zu der Kirche St. Moritz. Diese katholische Kirche hat also den gleichen Patron wie die protestantische Hauptkirche der einstigen  Residenzstadt Coburg, in der einst Luther predigte.

Zuvor gab es aber nochmals eine kleine Rast an einem idyllisch gelegenen Platz unweit einer Feldkapelle, ebenfalls St. Moritz geweiht. Dem Wasser werden Wunderkräfte zugeschrieben. Wanderfreundin Waltraud Wank überraschte uns mit einem ganzen Kuchenblech, dazu die entsprechende Menge Kaffee. Der Bus hatte sich ebenfalls eingestellt. Nach dieser Pause erschien dann der Mesner, der uns in die  Kirche einließ. Der äußerlich so unscheinbare Bau ist im Inneren ein Wunderwerk. Wir waren alle sehr beeindruckt.

In diesem Landstrich lebt auch die Erinnerung an den hier Jahrzehnte lang tätigen Pfarrer Dr. Georg Kanzler (1894 – 1975), der auch als Schriftsteller hervorgetreten ist. Höhepunkt war der gemeinsame Gesang des von Kanzler verfassten Heimatliedes St. Moritz. Der Inhalt passte gut, weil der Maienhimmel an diesem Tag wirklich „blaute“ und auch von dem „Blütenschnee“, von dem im Text die Rede ist, haben wir in diesem Jahr viel abbekommen, nicht nur in der Fränkischen Schweiz. Nach dieser Stärkung wurden die letzten Kilometer angegangen, diesmal am Ostabhang der Ehrenbürg und teilweise einen Kreuzweg entlang bis zurück nach Kirchehrenbach.

Krönender Abschluss dieses wunderbaren Tages war dann die Schlusseinkehr im „Löwenkeller“ zu Buttenheim.

Unser Dank galt den Wanderführern und Organisatoren Waltraud Wank und Wilhelm Bauer sowie dem Busfahrer.

 

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