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Grabmal des Herzogs Johann Friedrich II von Sachsen (1529 - 1595) in Coburg, Morizkirche. Der Versuch, im schmalkaldischen Krieg verlorene Gebiete und die Kurwürde zurück zu erlangen, endete in einer Katastrophe (“Grumbachsche Händel”). Sein Sohn, Herzog Johann Casimir, der erste Regent eines separaten Herzogtums Coburg, ließ nicht nur die übliche bronzene Grabplatte errichten, sondern ein monumentales Epitaph.

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Wichtiger in diesem Zusammenhang ist jedoch die vergleichsweise unscheinbare Grabplatte (oberes Bild). Sie ist eingerahmt von 16 kleinformatigen Wappen seiner Ur-Urgroßeltern, die sog. “Ahnenprobe”, der Nachweis, dass alle diese Ahnen vom hohen Adel waren. Darunter zwei Herzöge aus dem Jülich-Cleveschen Bereich (vom Betrachter aus rechts 1. und 2. von oben.

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Es handelt sich um
Johann I, Herzog von Cleve, Graf von der Mark (1419 - 1481) - oberes Wappen - und
Gerhard, Herzog von Berg und Jülich, (1416-1475).
Ebenfalls sind die Wappen der Gemahlinnen
Elisabeth von Burgund (1437 - 1483) sowie
Sophie von Sachsen-Lauenburg-Ratzeburg  (1444 - 1473) hier “verewigt”.  Beim Enkel des erstgenannten,
Johann III (1490 - 1539) sind alle Gebiete vereint; die Tochter Sibylle heiratet den
“geborenen Kurfürsten” Johann Friedrich I von Sachsen. Einer der rechtlich-historischen Gründe für den Anspruch der Ernestiner im Jülich-Cleve-Bergschen Erbfolgetreit.