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Schloss Burg a. d. Wupper wurde in den Jahren ab 1890 aus geringfügigen Resten wieder aufgebaut. In diesem Zusammenhang erhielt der Düsseldorfer Maler Adolf Schill den Auftrag, den “Ahnensaal” mit einem Stammbaum des Hauses Berg auzuschmücken, die von dem Begründer Adolf I (um 1078 - 1106) bis Kaiser Wilhelm II reicht. Die Ergebnisse des Erbfolgestreits, nämlich die Verzweigung in Wittelsbacher und Hohenzollern, sind dargestellt. Die Malerei wurde von 1906 - 1908 ausgeführt.

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Hier in Coburg kommt uns zumindest ein Wappenschild bekannt vor.

Aber: es handelt sich um das askanische Sachsen-Lauenburg. Erst später übernahmen die Wettiner von dem askanischen Sachsen-Wittenberg wesentliche Elemente des Wappens.

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Verzweigung nach Wittelsbach und Hohenzollern

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Für den Maler der Höhepunkt der Entwicklung: Kaiser Wilhelm I, hier “der Große” genannt, Kaiser Friedrich III und Wilhelm II. Hätte sich Johann Casimir durchgesetzt, dann wäre hier vielleicht Carl Eduard dargestellt. Verwandt waren sie ohnehin, denn der nur 99 Tage regierende Friedrich III war mit Victoria, der ältesten Tocher von Queen Victoria und Prinz Albert verheiratet. Aus dieser Ehe stammte Wilhelm II.

Preußen hatte nach 1815 zu Cleve und Mark sämtliche umstrittenen Erbländer gewonnen mit Ausnahme der kleinen Herrschaft Ravenstein a. d. Maas. Wittelsbach-Bayern hatte zwar Jülich und Berg an Napoleon abtreten müssen, dafür aber weite Gebiete von Franken bekommen. Der letzte Statthalter in Düsseldorf, Herzog Wilhelm  in Bayern, residierte im Kloster, seither “Schloss” Banz. Bayern konnte sich zu einem modernen, zentralistischen Staat entwickeln.