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Coburg, Blick von der “Unteren Anlage” zur Morizkirche, Oktober 2018. Für mich ist dies der schönste Blick auf die oberen Turmgeschosse. Die Perspektive ist aus mehr als 100 m Entfernung wesentlich besser als unmittelbar vor diesem Gebäude.

Unten: dieser Blick im Oktober 2009

 

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Leserbrief_

 

Original-Text dieser am 3. Jan. 2019 publizierten Zuschrift:

Sicht würde verloren gehen
 

Heftig umstritten im Jahr 2018 waren Pläne für die Erweiterung eines Baukomplexes an der „Unteren Anlage“. Nur einige der Schlagzeilen zwischen dem 4. 7. und 28.11.: „Aufregung um Hotelanbau“ – „Zankapfel“ – „Geheimniskrämerei“ – „Heftige Kritik“…. ,  Zuletzt erschien noch eine Stellungnahme des Bürgervereins Coburg-Mitte  in der „np“ v. 13. 12. „…gegen Bärenturm-Anbau“.
Etwas  ist dabei  etwas in den Hintergrund getreten. Nur einmal  wurde am Rande erwähnt: der freie Blick auf die oberen Geschosse der beiden Kirchtürme sei dann  wohl nicht mehr oder nicht  mehr in der gewohnten Weise möglich („np“ vom 6. 9.).  In hervorragender  Weise sind an dieser Stelle  die Türme  der Morizkirche sichtbar, gestaffelt in  ansteigender Diagonale vom kleinen zum großen Turm und ergänzt durch den westlichen First des Langhauses. Gut zu erkennen die Details der oberen Turmgeschosse. Da  sehen wir  an dem großen Turm das  hochgotische achteckige Geschoß mit den besonders hohen Spitzbogenfenstern, darüber der Umlauf mit der Maßwerk-Brüstung und auch weniger geläufige Details wie einen Wasserspeier,  den umlaufenden Fries in Blendmaßwerk und das Nebentürmchen an der Südostecke. Dagegen würde mich persönlich eine moderne Architektursprache in diesem Umfeld weniger stören.
Andrerseits ist es das gute Recht eines Grundbesitzers, ein Baurecht im Rahmen des Bebauungsplans zu nutzen, und ich habe aus den bisherigen Publikationen den Eindruck gewonnen, dass sich der Bauwerber durchaus im Rahmen des Bebauungsplans bewegt. Übrigens erinnert mich dies  an eine ganz ähnliche Auseinandersetzung, die sich vor einigen Jahrzehnten, ich wohnte noch in Coburg, abspielte: den Abriss der „Alten Ratsschule“ und den Anbau an das Ämtergebäude der Stadt Coburg.
Solche Streitfälle sind oft ein Anlass, sich etwas genauer mit dem Stadtbild zu befassen.
 
 

Auslöser waren öffentlich ausgetragene Debatten um einen Anbau an ein privates, gewerblich genutztes Grundstück an der “Unteren Anlage”. Es ging aber vornehmlich um die Deminsion und um den Baustil, weniger um den verloren zu gehen drohenden Blick.

Das untere Foto entstand etwa 1986- nach dem Abbruch der “Alten Ratsschule”, aber noch vor dem Anbau an das Ämtergebäude der Stadt Coburg.

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