20. Mai 1913 – „Coburger Zeitung“ online über die „Bayerische Landesbibliothek“. Die Zeitung gehört zum Bestand der Landesbibliothek Coburg

International

Sieg der Regierungstruppen in Mexico über die Rebellenarmee (Emiliano Zapata, Pancho Villa).

Die russische Regierung hat sich bereit erklärt, als Schiedsrichter zwischen Bulgarien und Serbien im Konflikt um Mazedonien zu wirken.

 Coburg – Stadt

Als Ehrengäste sind die Juroren für das geplante Lutherdenkmal eingetroffen.

Über die Vorbereitungen zum Marktfest wurde bereits berichtet. Nun war dieses Ereignis eingetreten. Es wurde über den “Trunk” berichtet, Bier in Literkrügen, die allerdings angeblich nur zu 8/10 gefüllt waren. Dafür waren die Bratwürste von „ungewohnter Länge und Dicke“, in diesem Zusammenhang wurde diese Spezialität übrigens als „Atzung“ bezeichnet.  Militärkapelle und Stadtkapelle spielten auf. Wie berichtet, hatte die äußerliche Gestaltung und die Oberleitung über das Schmücken kein geringerer als Stadtbaumeister Max Böhme übernommen.

Der Heimatdichter Georg „Schursch“ Eckerlein hatte, anscheinend nicht erstmals, ein „Marktfestlied“ beigesteuert, dessen voller Wortlaut in dieser Zeitungsausgabe abgedruckt worden ist. Das Gedicht begann wie folgt:

„Coburg is schö von außen und von inna….“

Vom Rathausbalkon liessen sich der Herzog mit Gemahlin blicken, begleitet von Oberbürgermeister Hirschfeld, Stadtverordnetenvorsteher Hülbig und, als besonderer Ehrengast, der Komponist Richard Strauß. Dieses Marktfest stand damals nicht in Verbindung zum Studentenkongress.

Man plante damals ein Denkmal für den Deutschen Sängerbund im Hofgarten „im Wäldchen südlich des Ernst-II-Denkmals“. Bekanntlich ist daraus nichts geworden, es blieb bei einer Gedenktafel.

Die Liedertafel hatte ihr 28. Stiftungsfest abgehalten.

Sehr ausführlich wurde die Aufführung der „Meistersinger“ amHoftheater besprochen. Der Verfasser fühlte sich verpflichtet, weitschweifig mit Wagners Gegnern und Kritikern abrechnen zu müssen und mit deutschen Pathos das deutsche am Werke Wagners hervorheben zu müssen, bis er zu seinem eigentlichen Zweck, nämlich die Coburger Aufführung zu sprechen kam.

 Coburg – Land

Rodach: U. a. stand damals der Bau der „neuen Molkerei“ am „Steinernen Weg“ kurz vor der Vollendung.

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