Aus „Das Farnkraut“ Nr. 4/1988

 

Lange Zeit war die Bildersuchwanderung eine der attraktivsten Veranstaltungen des Thüringerwald-Vereins Coburg. Ursprünglich hatten Vorbereitung und Organisation die Wfr. Erich Bauer und Werner Ungelenk übernommen; Ab 1986 folgten Reiner Probst und Wilhelm Bauer nach.  

 

 Auf Bildersuche durch das Coburger Land

 Alljährlich, am vorletzten Oktobersonntag, ist es wieder soweit: Die  Bildersuchwanderung, eine der beliebtesten Veranstaltungen des Thüringerwald-Vereins, steht heran. Nahezu 100 Wanderer folgten diesmal der Einladung. Kurz zu Sinn und Inhalt der Bildersuchwanderung. Es werden zunächst vier Gruppen gebildet. Verlauf und Ziel der Wanderung sind unbekannt. Die Gruppen müssen den Weg selbst herausfinden, und zwar anhand eines Dutzend Fotos, einzeln in Briefumschlägen verschlossen. Jedes Bild zeigt ein markantes Objekt am Weg.

 Der folgende Umschlag darf erst geöffnet werden, wenn das vorige Objekt erkannt und erreicht worden ist. Es leuchtet ein, daß auf diese Weise der Sinn für Heimatkunde in bekannten und unbekannten Details erweckt und gefördet wird. Im Rückertjahr wurde natürlich nicht versäumt, eine Gruppe quer durch Neuses und den Goldberg hinauf zum Rückerthäuschen zu lotsen. Doch auch weniger bekannte Objekte waren auszumachen. Mancher weiß schon nicht mehr, daß Coburg einmal ein Bahnbetriebswerk hatte. Die Aufschrift am Eingangstor, heute kaum noch zu entziffern, war eines der vorgelegten Bilder. Weniger bekannt dürfte auch der Haltepunkt Klein-walbur auf der Bahnstrecke nach Rodach sein, eine Gruppe hatte ihn zu erkennen. Bekannter dagegen sind wohl das „Donnerloch" bei Drossenhausen, der „Steinerne Tisch", das Forsthaus Taimbach, der Weißbachsgrund und die Alexandrinenhütte.

 Als Neuerung wurde heuer eine Kurztour angeboten, die erst am Nachmittag begann und über rund acht Kilometer führte. Die anderen Gruppen hatten knapp 20 Kilometer zu bewältigen, vorausgesetzt, sie leisteten sich keine allzugroßen Umwege.

 Die Organisation hatte nun schon zum dritten Male das Team Reiner Probst und Wilhelm Bauer übernommen. Sie überzeugten sich im Laufe des Tages immer wieder, daß die Gruppen nicht allzu sehr von der vorgesehenen Route abgewichen sind.

 Doch am Schluß traf sich alles in Tiefenlauter im Gasthaus „Schnepfe" zum gemütlichen Ausklang. Traditionsgemäß hatten die Gruppen in möglichst origineller Weise über ihre Erlebnisse zu berichten. Wie schon in jedem Jahr war auch heuer wieder die Bildersuchwanderung zur allgemeinen Zufriedenheit verlaufen. Einige Wanderer allerdings wollten die Ankunft des Bahnbusses nicht abwarten, sondern machten sich in der hereinbrechenden Dunkelheit auf dem Fußweg zurück nach Coburg.

-hdb-

 Die Fotos  zeigen eine der Gruppen in Aktion sowie die Schlußeinkehr in Tiefenlauter.

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