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Wer den Chor der Hauptkirche St. Moriz in Coburg betritt, der ist zunächst ganz sicher überwältigt und fasziniert vor dem gigantischen Epitaph für den unglücklichen Herzog Johann Friedrich II “der mittlere”.

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Hier ein Ausschnitt von der linken Seite, vom Betrachter aus gesehen: Moses mit den Gesetzestafeln.

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Wesentlich unscheinbarer und daher leicht zu übersehen sind vier bronzene Grabplatten, an der Wand befestigt, eine davon ebenfalls für Johann Friedrich II, dann für seine Gemahlin Elisabeth von der Pfalz, für Herzog Johann Ernst und vor allem auch für Herzog Johann Casimir. Mit diesem Bildwerk wollen wir uns nun befassen.

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Werden schon die Grabmale wenig beachtet, so gilt dies für die jeweils 16 Wappen, die links und rechts angeordnet sind, um so mehr (bei Johann Casimir kommt noch ein 17. hinzu; das Große Staatswappen des Herzogtums Sachsen-Coburg zu seiner Zeit.

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In der Beschreibung bei “Lehfeld-Voss”, bereits um 1910 erschienen, findet sich zwar die Erwähnung der Wappen und auch die Aufzählung, nicht aber die Bedeutung. Hier die oberen acht.

Links Sachsen - Mecklenburg - Bayern und Pommern

Rechts Pfalz, Baden, Nassau und Katzenellenbogen.

Nun die unteren acht Wappen.

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links: Österreich, Braunschweig, Brandenburg und Pommern,

rechts: Geldern, Heinsberg, Österreich und Nassau

Insgesamt also 16 Wappen.

Diese Zahl ist weder beliebig noch zufällig. Sie hat damit zu tun, dass jeder lebende Mensch 16 Ahnen in der 4. Generation haben muss. Und bei Ahnentafeln - Ahnenproben dieser Art soll nachgewiesen werden, dass alle Vorfahren “ebenbürtig” sind, dem hohen Adel angehören.

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