Zwischen Lauterberg und Froschgrund
 

Kräuterwanderung mit Klemens Mönnich und Dr. Stengel
 

Am Fuße des Lauterberges fanden sich zahlreiche Wanderer an einem herrlichen Sommersonntagmorgen ein. Nach einem Unwetter herrschten kühlere Temperaturen, die alle als wohltuend empfanden. Der 2. Vorsitzende Klemens Mönnich begrüßte die erwartungsvolle Schar herzlich und freute sich über die rege Beteiligung. Da es sich um eine Kräuterwanderung handelte, erfolgte eine Trennung der großen Gruppe. Die eine Übernahme als Experte Dr. Stengel, die andere Klemens Mönnich.
Einmalig war der Blick auf Stadt und Land mit Veste, dem Maintal, Schloss Callenberg, Georgenberg sowie den Gleichbergen. Frohgemut stiegen die Wanderer zum Sender empor, um noch einmal das eindrucksvolle Panorama zu genießen, bevor sie in den Wald einbog. Ab und zu mussten Hindernisse in Form von umgestürzten Bäumen umgangen werden. Ein Stück ging es auf dem "Carl-Escher-Weg" entlang. Am "Steinernen  Tisch" fand eine Frühstückspause statt. Als die Wanderer den Wald, der mit seiner reinen Luft und Stille Erholung schenkte, sahen sie über dem Fornbachtal und dem Froschgrund den Thüringer Wald mit dem Bleßberg. Über Fornbach gelangte die Schar nach Weißenbrunn vorm Wald, der Wirkungsstätte des Heimatdichters Heinrich Schaumberger. Das Dorf entpuppte sich als ein Kleinod ersten Ranges. Besonders gefiel dabei die Bergheimstraße mit schmucken Bauernhäusern und Gärten. Dabei fiel auch ein Schild "Kolonialwaren" als eine Erinnerung an vergangene Zeiten auf. Bei der Einkehr im Gasthof "Zum Weißen Ross" wurde die fröhliche Wanderschar mit einem schmackhaften Mahl bewirtet.
Während der Wartezeit, bis die erste Gruppe eintraf, unternahm mancher einen Bummel durch Weißenbrunn vorm Wald. Dr. Stengel löste als Wanderführer Klemens Mönnich ab. Mit fundierten Erläuterungen klärte er über die Wirkungsweise der mannigfaltigen Heilkräutern, die an der Strecke wuchsen, auf. Jeder erhielt dazu zur Vertiefung ein Blatt mit den entsprechenden Namen und ihrem Wert für die Gesundheit. Das Dorf hat nach den Worten von Dr. Stengel, noch einen intakten Bestand  an derartigen Pflanzen. An einer Laterne wand sich wilder Hopfen empor. Rot leuchteten die Vogelbeeren, aus denen auch Marmelade gemacht werden kann, an der Eberesche. Die   wieder in Stand gesetzten Wasserfälle erfreuten alle. Immer  wieder machte Dr. Stengel auf die Pflanzen. , die am Wege wuchsen, aufmerksam. Dazu gehörten aber auch die Waldbeeren wie Heidel-, Brom- oder Himbeere. Auch von der Minze gibt es verschiedene Arten.  Bei strahlendem Sonnenschein erreichte die wissbegierige  Wanderschar Emstadt. Im Walde hatte der Orkan seine verheerenden Spuren hinterlassen.  Die Wanderung führte am "Steinernen Tisch" vorbei und über den Lauterberg, der mit seinem Magerrasen eine einzigartige Flora besitzt, zurück zum Parkplatz, von dem die Rückfahrt angetreten wurde.
Renate Haenel

Hinweis zu (intener link) Schaumberger
 

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