Aus „Das Farnkraut“ Nr. 3/1976

 Nicht zum ersten Male wurde das Stiftungsfest „erwandert“; diesmal war Altenstein im benachbarten Kreis Haßberge gelegen, das Ziel. Dieses Stiftungsfest hatte auch einen „Stargast“, den „Haanzlesgörch“ Hans Morper aus Bamberg. Vgl. hierzu meine Anmerkungen beim Bericht über den Verbandstag in Zapfendorf in Nr. 2/1976.

Altenstein war bei uns seit jeher als Wanderziel beliebt, auch als Schlusseinkehrstätte bei zahlreichen Busfahrten aus Zielen in der Rhön usw.

 Seit dem Stiftungsfest haben wir eine „Gold-Laura"

 Mit Hans Morper in Altenstein

Finale des herrlichen Wandertages

 Auch unser 69. Stiftungsfest begingen wir als Wandertag. Altenstein mit seiner imposanten Burgruine über dem Weisachtal war das gemeinsame Ziel und der stille Priegersee im nahen Wald beliebteste Etappenstation. Peter Babel ging ihn mit seiner Gruppe von Coburg aus über Tambach auf dem Europäischen Fernwanderweg an; Otto Treuter wählte den kürzeren Weg von Dietersdorf her über Rothenberg - Bischwind und die Wallanlagen der alten Keltenburg in Seenähe; Arthur Eichhorn und Fritz Gerlicher führten den Kleinen Wanderkreis von Unterelldorf herauf zur Waldsee-Idylle. In Altenstein traf man sich dann mit den Senioren, die miteinander fast 3400 Jahre in die traditionelle Altenfahrt „einbrachten". Ernst Eckerlein betreute sie auf dem heimatkundlich interessanten Weg über die „Eigensdörfer“ nach Seßlach, über Schloß Gereuth, Ruine Rotenhan, Eyrichshof/ Ebern durch Bereiche des Fränkischen Rennsteigs zum Zeiler Kapellenberg, via Ebelsbach/Eltmann zu den berühmten Steigerwald-Kirchen Maria Limbach und Mariaburghausen und nach einem Freundschaftsbesuch in Königsberg zum Ort des Familientreffens.

 Schlicht und einfach, wie es Wandererart ist, feierte man den Gedenktag, zu dem 1. Vorsitzender Arno Völk außerordentlich viele Getreue und an ihrer Spitze ganz besonders Ehrenmitglied August Marr und den 92jährigen Senior Gustav Eichhorn willkommen heißen konnte. Den umsichtigen Betreuern der Wanderungen auf wunderschönen Wegen und der vortrefflich organisierten Altenfahrt galt sein spezieller Dank, ehe er „grünes Licht" gab zu zwangloser Unterhaltung, fröhlichem Singen und musikalischer Versorgung durch das „Modern Quartett". Für eine genußreiche Geburtstagsüberraschung sorgte der Bamberger Heimat- und Mundartdichter Hans Morper mit Kostproben seiner erquickend heiteren Muse. Nur schade, daß ihm nicht mehr zeitlicher Spielraum gegeben war.

Auch diesmal fiel Arno Volk die schöne Aufgabe zu, besonders treue und verdiente Mitglieder auszuzeichnen. Er selbst gehört zu dem „üppigen" Jahrgang 1951, aus dem er mit der Ehrenurkunde für 25jährige Mitgliedschaft bedenken konnte: Ernst und Johannes Brehm, Heia Diercks, Franz Dorst, Anna Eller, Gretl Giese, Berthold Heim, Cläre Höhn, Emma Janson, Max Kolb, Marianne Kühn, Dr. Helmuth Kunze, Fritz Leipold, Gertrud Pfeiffer, Helene Roth, Werner Ungelenk und Martha Ziege. Der Dank für 40 Jahre Vereinstreue wurde Martha Oertel, Gustav Eichhorn und Alfred König zuteil. Für beispielhaft verdienstvolle Aktivität wurden mit der Ehrennadel in Silber bedacht Lydia Kachel aus der Hüttengemeinde, Erna Sichert aus dem Kreis der Wanderer, in dem ihr vor elf Jahren die Königswürde zuerkannt worden war, und Klaus Pirlich für seine zuverlässige Markierungstätigkeit. Für Laura Jacobi war es offensichtlich eine echte Überraschung, mit dem Ehrenzeichen in Gold das Vorbild gewürdigt zu sehen, das sie durch Treue und Einsatzfreude zum Nutzen unserer Wandersache seit 54 Jahren gibt.

Das „Farnkraut" schließt sich den Glückwünschen an, die alle Ausgezeichneten in froher Geburtstagsrunde entgegennehmen konnten.                  ReHae