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Der Brunnen auf der Terrasse im Oktober 2013 - es war gerade das Schlossparkfest. Einige Details hatte ich bisher übersehen, die Wappen an der Konsole, welche die Schale trägt.

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Bei den gekreuzten Schwerter ist man versucht, an Meißen zu denken. Die gekreuzten Schwerter aber waren das heraldische Symbol für eine besondere Würde der Kurfürsten von Sachsen: sie hatten eines der Erzämter im alten Kaiserreich inne, das Amt des Erzmarschalls. Und dies wird durch die gekreuzten Schwerter ausgedrückt. Allerdings waren seit der Leipziger Teilung die Kurfürsten, nicht die Herzöge von Sachsen Inhaber dieses Amtes und dies ging als Ergebnis des Schmalkaldischen Krieges auf die Albertiner über.

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Auch dieses Wappen hatte nichts mit einer realen Machtfülle zu tun. Es ist das Wappen des Herzogtums Kleve. Nach Aussterben der Hauses Jülich-Cleve-Berg im Jahre 1609 erhoben mehrere Adelshäuser, darunter die Wettiner und hier neben den Kurfürsten auch Sachsen-Coburgs Johann Casimir, Anspruch auf dieses sehr reiche Erbe. Im wesentlichen vergeblich, sie erhielten lediglich einen schönen Titel ohne die zugehörigen Mittel. Die Wappen von Jülich - Kleve - Berg - Mark und Ravensberg sind an mehreren Stellen in Stadt und Veste Coburg angebracht.

DSC_2763 Schloss Rosenau Brunnen
DSC_2770 Schloss Rosenau Brunnen

Hier nochmals die gekreuzten Schwerter des Reichserzmarschallamtes, die bekanntlich auch zum Markenzeichen der Meißner Manufaktur geworden sind. Daneben aber die sechs heraldischen Rosen - Symbol für die ursprünglichen Herren und bis heute Namensgeber von Schloss Rosenau.