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Dieser Löwe, in Rot und Silber siebenmal geteilt auf blauem Grund, golden gekrönt und vierfach bewehrt, war ursprünglich das Wappen der Ludowinger als Landgrafen von Thüringen. Der Landgraf von Thüringen herrschte damals auch über grosse Teile des heutigen Hessen und war “Pfalzgraf von Sachsen”. Mit dem Tode von Heinrich Raspe endete die Herrschaft der Ludowinger. Bis in das Jahr 1920 gab es “Thüringen” als politisches Gebilde nicht mehr, die Wettiner, damals “Markgrafen von Meißen” übernahmen für Jahrhunderte die Herrschaft. “Landgraf von Thüringen” nannten nach den Teilungen sich alle Wettiner Linien.

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Der “Bunte Löwe” ist auch auf der Veste zu sehen - einer der Bastionen trägt diesen Namen und das Löwenwappen. Diese Verteidigungswerke - auch “Südbasteien genannt” hatten den gleichen Bauherrn wie die Regierungskanzlei “Stadthaus” - Herzog Johann Casimir (Georg Voss: “Die Veste Coburg”, Jena 1910).

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In erneuerter Form hat der Freistaat Thüringen nach der “Wende” den “Bunten Löwen” in sein Wappen übernommen, allerdings sehr ähnlich dem Wappen des Landes Hessen. Dies liegt aber an den historischen Beziehungen. Der “Bunte Löwe” im Wappen des Freistaates Thüringen ist von einem Sternenkranz umgeben, welche die ehemaligen thüringischen Staaten symbolisieren, die 1920 das Land Thüringen gegründet haben (Sachsen-Weimar-Eisenach, Sachsen-Gotha, Sachsen-Altenburg, Sachsen-Meiningen, Schwarzburg-Rudolstadt und Schwarzburg-Sondershausen, Reuß j. L. und Reuß ä. L. Das wären acht, nach 1945 kamen noch die ehemals preußischen Gebiete Erfurt, Schmalkalden und Suhl-Schleusingen hinzu.

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