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Zu den Saaletalsperren führte die Busfahrt am 15. Juli . Bericht  folgt

Fahrt mit den Senioren am 15. Juli 2009

 

Die diesjährige Omnibusfahrt durch das thüringische Schiefergebirge und zur Saaletalsperre gestaltete sich zu einem beeindruckenden Erlebnis. Trotz wolkenverhangenen Himmels ließ man sich nicht entmutigen. Es regnete kaum.

Bei der Abfahrt am Coburger Landestheater konnte Wanderfreud Wilhelm Bauer nicht nur zahlreiche Wanderfreunde, sondern auch besonders den 1. Vorsitzenden Wolfgang Süße begrüßen. Über Mitwitz und Stockheim führte die Reise hinauf nach Lehesten (Schieferbrüche) und von da nach Kaulsdorf zum Hohenwarte - Stausee. Dieser Stausee, erbaut von 1926 bis 1942, ist ein Teil der etwa 80 km langen und fünfmal gestauten Saalekaskade. Durch die Talsperre Hohenwarte werden 182 Millionen Kubikmeter Wasser gestaut. Die Staumauer misst eine Höhe von 66 Metern. Nach kurzem Aufenthalt bestiegen die Teilnehmer das Fahrgastschiff Hohenwarte, um in einer eineinhalbstündigen Fahrt das reizvolle Gewässer in der fjordähnlichen Landschaft des Stausees zu genießen.

Die Weiterfahrt durch das Gebiet des Saale - Orla - Kreises führte unter anderem durch das Städtchen Ziegenrück, das wegen seiner besonderen Lage als beliebter Urlaubsort gilt. Im kleinen Ort Burgkammer mit seinem 410 m hoch gelegenen Schloss (Festung) Burgk war eine Kaffeepause angesagt. Das Museum Schloss Burgk war eine Besichtigung wert. Seine Inneneinrichtung gibt sich sehr vielgestaltig. Besonders erwähnenswert sind der Rittersaal, die Schlossküche mit dem größten Küchenkamin Deutschlands, die Wohnräume und die barocke Ausstattung der Schlosskapelle mit der berühmten Silbermann-Orgel.

Schloss Burgk stammt aus der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts und wurde Mitte des 16. Jahrhunderts in ein modernes Wohnschloss umgebaut. Neben den Herren von Gera und den Meißener Burggrafen waren ab 1590 bis 1927 die Fürsten von Reuß die Besitzer. Nach 1945 wurde das Schloss vom Staat enteignet. Die Heimreise erfolgte über Bad Lobenstein (Moor-Heilbad), Nordhalben, Tschirn und Wilhelmsthal zunächst nach Steinberg bei Kronach. Im Gasthof "Zum Frack" fand eine zünftige Abendeinkehr statt. Der Name "Zum Frack" erklärt sich wie folgt: Der Großvater der heutigen Inhaber der Gaststätte gehörte auch der Zunft der Flößer an. Eines Tages fiel er bei seiner Tätigkeit ins Wasser und musste von den anderen Mitarbeitern gerettet werden. Mit einer langen Stange, an der ein Eisenhaken befestigt war, wurde der Hilflose schließlich wieder aus dem Wasser gezogen. Voller Begeisterung rief einer der Arbeiter aus: "Dan Frack ho ich scho!"

Sichtlich zufrieden ob der guten Einkehr bestiegen alle wieder den Reisebus. Über Kronach, Neuses und Theisenort erreichte man auf der teils neuen Bundesstraße 303 wieder Coburg. Die Rückkunft am Landestheater erfolgte so rechtzeitig, dass noch die letzten Stadtbusse erreicht werden konnten.

 

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