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Lt. Dr. Bernhard Peter Wappen für Johann I, Herzog von Cleve, Graf von der Mark (1419 - 1481) -Herzwappen “Ravensberger Sparren”, in den Feldern Klevenrad und der “geschachte Balken” für die Grafschaft Mark. Auffällig an beiden Wappen sind die Gemeinsamkeiten: im Herzschild der “Ravensberger Sparren”, die Löwen für Jülich und Berg.

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Gerhard, Herzog von Berg, Jülich, Graf von Ravensberg nicht Ravensburg, Schreibfehler! (1420 - 1485) - “interner link” - Schloss Burg

Die Abstammung von den niederrheinischen Fürstentümer, Jülich, Kleve, Berg, Mark und Ravensberg waren wesentlich später beim Erbfolgestreit bedeutsam.  Interner link: Jülich - Cleve - Berg.

Auf Johann I, Herzog von Cleve (1419 - 1481) folgte sein Sohn Johann II (1458 - 1521), dann Johann III (1490 - 1539). Dieser regierte als erster die vereinigten Herzogtümer Jülich, Cleve und Berg, die Grafschaften Ravensb erg und Mark und die Herrschaft Ravenstein.

Auf den oben erwähnten Herzog Gerhard folgte Wilhelm (1455 - 1511) und dann jener Johann III. Dessen Tochter Sybille ehelichte den als Kurfürst geborenen Johann Friedrich I von Sachsen, Vater des hier beigesetzten Johann Friedrich II. Dies war wohl einer der Gründe, warum später, 1609,  Johann Casimir Anspruch auf die Lande Jülich, Cleve, Berg erhob, aber letztlich nur den Titel erlangte.

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Die zugehörigen Gemahlinnen sind: für Johann die Elisabeth von Burgund (1437 - 1483; folgt und für Gerhard die Sophie von Sachsen-Lauenburg-Ratzeburg.

Die Ehe mit Elisabeth von Burgund begründete wohl den Erbanspurch des Hauses Nevers im späteren Erbfolgestreit.

 Sachsen-Lauenburg war ein askanisches Herzogtum. Im Wappen das “Sachsenross” für das Herzogtum Westfalen und die sog. Seeblätter von das Herzogtum Engern. Später würden sich auch die Coburger Herzöge “Engern und Westfalen” nennen. Das Wappen enspricht auch dem der Grafschaft Brehna und wird in den Großen Staatswappen des Herzogtums Coburg künftig enthalten sein.

Unten: Darstellung Herzogs Gerhard mit Gemahlin Sophie im Ahnensaal von Schloss Burg a. d. Wupper, entstanden beim Wiederaufbau dieses Schlosses um 1900 Prof. Adolf Schill. Als Wappen führt hier Sophie von Sachsen-Lauenburg lediglich das ursprünglich askanische sächsische Rautenkranzwappen.

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