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Oben: den Augenblick der Sprengung aus Distanz zeigt diese Aufnahme aus dem Archiv des Thüringerwald-Vereins Coburg.

Unter der Schlagzeile:

Einst stand ein Turm auf stolzer Höh!

berichtet das “Coburger Tageblatt” vom 25. März 1936 auf S. 8 über die Sprengung des Turms am 22. März. Demnach fand dieses Ereignss auffälliger Weise an einem Sonntag statt. Standen etwa freiwillige Helfer an anderen Tagen nicht zur Verfügung?

Als am vergangenen Sonntagfrüh, gegen 11 Uhr, die Technische Nothilfe, Ortsgruppe Coburg, mit zwei Kilo Donarit das Ende des Alexandrinenturms brachte, da stürzte ein Turm auf stolzer Höhe zusammen. Stolz ist wohl die Sennigshöhe, der höchste Punkt des coburger Landes, zu nennen, aber der Alexandrinenturm war im Laufe der Jahre kein stolzer Bau mehr geblieben. Das Wetter hatte ihm in seine Südwestseite bereits eine klaffende Wunde geschlagen und schon lange war der Alexandrinenturm in eine baufälligen Zustand.

An seine Stelle wird das Bezirksamt mit Unterstützung des Thüringer Waldvereins eine Schutzhütte errichten. Das ist um so leichter möglich, als die Sprengungen so vorgenommen wurden, dass das Fundamt des ehemaligen Turmes keine Beschädigungen erlitt.

Zwei Fotos: baufälliger Zustand und Sprengung.

“Donarit” ist, soweit die mir zur Verfügung stehenden Quellen ausweisen, ein gelatinöser Ammon-Salpeter-Sprengstoff, der offenbar auch heute noch zur Sprengung von Bauwerken eingesetzt wird.