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Aus „Das Farnkraut“ Nr. 3/2006

 

Das war wohl für alle eine Überraschung. Unser 1. Vorsitzender Wolfgang Süße bekam damals im Jahre 2006 eine hohe Auszeichnung, ganz speziell für seine Aufbauarbeit in Thüringen. Nachstehend daher nochmals die Pressemitteilung der Bundeszentrale für politische Bildung.

 

Hohe Auszeichnung für Wolfgang Süße

 „Ein gemeinsames Deutschland mit unterschiedlichen Mentalitäten" Preisverleihung des „Einheitspreis 2006" der Bundeszentrale für politische Bildung fand in Kiel statt.

 Zum 5. Mal wurde der „Einheitspreis - Bürgerpreis zur Deutschen Einheit" im Rahmen der Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit verliehen. „Wir sind ein vereintes Deutschland mit unterschiedlichen Mentalitäten", erinnerte Thomas Krüger, Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb, der selbst Ostberliner mit Bonner Wohnsitz ist, vor vielen Zuschauern.

 In seiner Rede zur Preisverleihung forderte er insbesondere von den Westdeutschen eine gemeinsame „Erinnerungskultur der Deutschen in Ost und West" ein. DDR-Geschichte komme zwar auch in westdeutschen Geschichtsbüchern vor, sie werde aber häufig als Geschichte des sowjetischen Imperiums dargestellt.

 „Da muss es ein Umdenken geben", so Thomas Krüger. Die Arbeit der sechs Preisträger sei ein wertvoller Beitrag dazu. Musikalisch wurde die Feier von der Klaus Renft Combo umrahmt, einer DDRRockband mit langjährigem Auftrittsverbot.

 Sechs Preisträger wurden unter rund 200 Einsendungen unterschiedlichster Menschen von einer namhaften Jury ausgewählt.

 In der Kategorie „Menschen" wurde Wolfgang Süße, der 1. Vorsitzenden des Thüringerwald-Vereins Coburg prämiert. Der Thüringerwald-Verein überwindet ganz praktisch Grenzen, indem er Menschen aus Ost und West beim Wandern zusammenführt.

 einheitspreis

Thomas Krüger, Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung, Wolfgang Süße, Klaus Knabe, weiterer Preisträger in der Kategorie Menschen, Peter Harry Carstensen, Ministerpräsident von Schleswig-Holstein, Jan Hendrik Montag, Sponsor „NOMOS" - Scan von der Orginal-Druckseite

 Langjähriges Engagement wurde auch bei Klaus Knabe ausgezeichnet. Er ist Gründer des DDR-Museums in Pforzheim, des einzigen DDR-Museums im Westen. Mit dem Museum will er die Alltagswelten der DDR darstellen und besonders Jugendliche für das Thema sensibilisieren.

 Mit „Interzone" wurde eine zehnköpfige Künstlergruppe aus Halle (Saale) und Hildesheim in der Kategorie Projekte ausgezeichnet. An 16 Bahnstationen der Regionalbahnlinien 320 und 330 stellen sie zwischen den Partnerstädten Halle (Saale) und Hildesheim ihre Exponate aus. Zweiter Preisträger in diesem Bereich ist das Projekt „Das ist unsere Stadt", mit dem junge Menschen aus Greifswald und Osnabrück ihre Heimat im Rahmen eines gemeinsamen Marketingprojektes präsentieren. Das Projekt geht auf eine bereits seit 1989 bestehende Zusammenarbeit und Partnerschaft zurück.

 Für seine Arbeit in und mit dem Fotografennetzwerk „Ostkreuz" wurde Harald Hauswald im Bereich Medien ausgezeichnet. Mit seinen distanziert-engagierten Arbeiten haben Herr Hauswald und Ostkreuz wesentlich zu einem prägnanten Bild Deutschlands beigetragen. Das Fotografennetzwerk besteht heute übrigens zur Hälfte aus Ost- und Westfotografen. Das uneinig vereinte Deutschland ist Thema des zweiten „Medienpreisträgers" Andreas Postel. Seine im Rahmen der ZDF-Sendereihe „Wo steht Deutschland" entstandene 30-minütige Dokumentation nimmt Vorurteile aus Ost und West auf die Schippe. Sein

 Credo: Nur in der offenen Auseinandersetzung wächst das Verständnis füreinander.

 Erstmals wurde den Preisträgern eine neu gestaltete Trophäe verliehen. Der 30 Zentimeter hohe und rund 3 kg schwere Kunstharzblock zeigt eines der bekanntesten Symbole der Deutschen, das Ampelmännchen, von der einen Seite in seiner westdeutschen, von der anderen Seite in seiner ostdeutschen Variante. Ihre Konturen gehen ineinander über und ergeben dadurch vielfältige Perspektiven.

 Der Preis wurde von der Berliner Designerin Kirsten Dreger gestaltet. Der „Einheitspreis - Bürgerpreis zur Deutschen Einheit" wird seit 2002 von der Bundeszentrale für politische Bildung verliehen. Sie zeichnet Einzelpersonen, Projekte und Initiativen aus, die sich kreativ und zukunftsorientiert mit der Deutschen Einheit auseinandersetzen.

Unter dem Vorsitz von Dr. Joachim Gauck (Vorsitzender des Vereins „Gegen Vergessen - Für Demokratie e.V.") entschied die prominent besetzte Jury über die diesjährigen Preisträger. Neben dem Vorsitzenden gehörten der Jury an: Dr. Edgar Most, Direktor a.D. der Deutschen Bank AG, Christoph Tannert (Künstlerhaus Bethanien, Berlin), Hans-Jörg Vehlewald (Bild-Zeitung), Silvia von Steinsdorff (Dozentin am Institut für Sozialwissenschaften der Humboldt Universität zu Berlin), Lukas Koch (Moderato KI.KA LIVE), Jan-Hendrik Montag (NOMOS Glashütte), Wolf gang Behrsing (Landeszentrale für politische Bildung, Kiel), Isabell Gerschke (Schauspielerin) und Ralf Huber (NDR).

 Das Unternehmen NOMOS Glashütte, das den Einheitspreis von Beginn an unterstützt, hat dieses Jahr wieder eine Sonderedition des Modells Tangente aufgelegt.

 Soweit der Text der amtlichen Pressemitteilung. Die Darstellung der Vielzahl der Vorschläge, die wenigen ausgewählten Preisträger sowie die prominent besetzte Jury zeigen, dass es sich tatsächlich um eine Auszeichnung von ganz herausragender Bedeutung handelt.

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