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Von Watzendorf aus gehen wir zunächst ein kurzes Stück entlang der “Sesslacher Straße”, vorbei am Friedhof und dann ca. 500 m auf der  Fahrstraße “CO 25”, bis diese den Steinlegendenweg an den Wegpunkten schneidet. Es geht nun links - südlich in den Wald am “Eichholz” hinein. Siehe aber hierzu Alternative (anklicken) Bald stossen wir auf die größte Ansammlung von Skulpturen und Bauten auf dem Steinlegendenweg. Da wäre zunächst der “Gerichtshügel”.

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Hier wird an die Legende erinnert, nach welcher Kaiser Heinrich II, der in Bamberg residierte, den Dörflern Watzendorf, Neuses und Gossenberg die eigene Gerichtsbarkeit verliehen habe. Ernsthafte Lokalhistoriker zweifeln diese Überlieferungen jedoch an. Vor allem gibt es keine urkundlichen Nachweise hierzu. Wenn es eine solche Gerichtsbarkeit gegeben habe, dann allenfalls in frühmittelalterlich-germanischer Zeit, keineswegs bei der Oberhoheit des Klosters Langheim (hierzu siehe bei: Walter Schneider, “Das Coburger Land”, Coburg 1983, S. 206. Um Kaiser Heinrich und seine Gemahlin Kunigunde ranken sich zahlreichen Sagen und Legenden (vgl. u. v. a.: Gerhard C.Krischker: “Die schönsten Bamberger Sagen und Legenden”, Bamberg 2002 und die dort auf S. 96 verzeichnete Bibliographie).

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In der Nähe des “Gerichtshügels” die “Tiereller - Hütte”. In diesem Bereich weisen einige erhaltene Grenzsteine auf die Grenze zwischen dem Herzogtum Coburg und dem Fürstbistum Würzburg hin. Die Stadt Seßlach gehörte zu Würzburg, ist aber nach 1802 nach Oberfranken gekommen. Umgekehrt kam Zeil an Unterfranken, obwohl es immer zu Bamberg gehört hatte.

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Dieser Wegweiser enthält Hinweise nicht nur auf den Steinlegendenweg, sondern auch auf den neuen Wallfahrtsweg Seßlach - Vierzehnheiligen.

Wenige hundert Meter entfernt ein weiterer Höhepunkt; “Zigeunertafel” und “Zigeunerjunge”.

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Die “Zigeunertafel” verweist auf ein dunkles Kapitel der Geschichte hin: Ausgrenzung und Verfolgung dieser Minderheit in vergangenen Jahrhunderten. Zu der Zeit, an dem diese Verbotstafel entstand, waren übrigens keineswegs rassistische Gedanken massgeblich, derartiges entstand erst viel später.

Im Widerspruch dazu zeitweise romantische Verklärung in mehreren klassischen Operetten, aber auch im Liedgut der “bündischen Jugend”, des “Wandervogels” und der Pfadfinder. Hier wohl ein Stilmittel, sich von der (“spieß”-)bürgerlichen Gesellschaft rhetorisch abzugrenzen. “Wilde Gesellen” war man dabei aber nur in der Freizeit, beim Gruppenabend, auf Zeltlager und “Fahrt”. Eigene Jugenderfahrung des Verfassers. Keineswegs führte dies etwa zu, die Nähe ode gar Gemeinschaft mit echten Landfahrern. Letztes Beispiel, der Schlager “Zigeunerjunge” (1967, durch den die Sängerin “Alexandra” (eig. Doris Treitz, 1942 - 1969) berühmt wurde. Ob sich Peter Plentz, der Bildhauer des Steinlegendenweges, von diesem Lied des frühverstorbenen Gesangsstars inspirieren ließ? Sein “Zigeunerjunge” weiß jedenfalls nichts von Verfolgung, er scheint den Waldvögeln zu lauschen.

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Am “Wiedbach” begegnen wir der Figur nochmals

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Einige Meter weiter der “Tierstein”; “Zeigt die Verschmelung, werden und Vergehen”..... Diese Plastikik scheint eins mit den Baumstämmen zu sein.

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An dieser Stelle gibt es nun zwei Möglichkeiten, den Steinlegendenweg fortzusetzen: den gleichen Weg zurück bis zum “Gerichtshügel” und von dort aus dem Wegweiser nach Neuses folgend bis zur nächsten “Marienskulptur” oder einem Weg in nordöstlicher Richtung bis zur Einmündung in den Steinlegendenweg. Von dort aus müsste man aber auch ein Stück zurück Richtung Tiereller.

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Das Marienbild erinnert an die Legende, dass das ursprünglich in der Watzendorfer Kirche verehrte Marienbild nach der Reformation nach Seßlach verbracht wurde und zweimal nach Watzendorf zurückgekehrt sei, bis sie endlich in der kath. Stadtpfarrkirche zu Seßlach (unten) verblieben ist.

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Auf dem weiteren Weg nach Neuses a. d. E. stossen wir wieder auf Kunst in der Natur, diesmal gehören die Skulpturen zum neuen Pilgerweg Seßlach - Vierzehnheiligen

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In Neuses a. d. E. können wir  ein ähnliches Gemeindehaus sehen wie in Buchenrod (oben rechts). Dazu müssen wir aber den “Steinlegendenweg” zunächst verlassen und folgen der ausgeschilderten Fahrstraße 

nach Buchenrod. Am östlichen Ortsrand verlassen wir die Fahrstraße, kurz nachdem von links - nordwestlich - eine weitere Fahrstraße eingemündet ist, diese Fahrstraße und folgen einem Feldweg in südöstlicher Richtung, wo wir alsbald wieder auf den “Steinlegendenweg” stossen, Wegpunkte 43 - 42 und schließlich den Mühlberg mit “Mühlbergmädchen” und “Dreibuchenstein”

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Und dann “Flöterich” und schliesslich den Ausgangspunkt . Zum “Floeterich” siehe auch den “internen link” Flöterich

Ca. 15 km sind zurückgelegt.