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Werner Ungelenk hat das folgende Gedicht verfasst, welches zur Eröffnung des Wegs am 28. Mai 1978 durch Günter Peter vorgetragen worden ist, und zwar in hisgtorischer Herold - Tracht (Eisentraut: “20-ster Fußmarsch von Königsbgerg nach Coburg”, Königsberg 1986

 

Kundmachung

zur Eröffnung des „Amtsbotenweges"

Coburg - Königsberg (am 28. 5. 78)

 

Hört, ihr Leut', und laßt euch sagen,

was kundzutun mir aufgetragen:

Daß wir in Seßlach heut' zu Gast

nach einem Fußmarsch, ohne Hast,

von Königsberg und Coburg her,

ergibt sich nicht von ungefähr.

Der Weg, der beiderseits gewählt,

durchzieht ein gar historisch' Feld der Zeit,

da es landauf, landab

nicht Bahn-, noch Busverbindung gab

und Künsbergs Bürger und Behörden

zu Coburgs Herzogtum gehörten.

Ihr kennt wohl auch die Kunde schon

von jenem armen Pfarrerssohn,

der eines Tag's auf schwanken Sohlen —

wie der Papa ihm streng befohlen —

die Strecke dreifach hat durchmessen,

weil er sein Schulzeugnis vergessen.

Das waren, wie kaum zu bestreiten,

fürwahr recht strapaziöse Zeiten!

Kein Mensch —  wer will uns das verwehren —

kann wünschen, daß sie wiederkehren.

Das schließt jedoch nicht aus, zu pflegen

und als ein kostbar Gut zu hegen,

was Königsberg an Coburg bindet

und was historisch tief begründet:

Die Freundschaft, die von Stadt zu Stadt

sich schicksalhaft entwickelt hat.

Aus ihr geboren ward das Werk,

dem hier gilt unser Augenmerk:

Haßberg- und Thüringerwald-Verein,

sie kamen freudig überein,

getreu den Spuren unsrer Ahnen

sich einen Wanderweg zu bahnen,

den, weil geschichtlich motiviert,

mit „Pickelhauben" sie markiert.

Weil dem Kurierpfad artverwandt,

sei er „Amtsbotenweg" benannt.

Ihn nehme fortan jedermann

als Wanderweg der Freundschaft an!

 

Verfasser: Werner Ungelenk — Verlesen in historischer Herold-Tracht von Günter Peter (beide Coburg)