Es versteht sich von selbst, dass wir vom Thüringerwald-Verein Coburg ein lebhaftes Interesse an unserer Heimatstadt aufbringen, insbesondere was unsere Tätigkeitsbereiche Wandern, Heimatpflege und Umweltschutz angeht. Immer wieder sind wir in der glücklichen Lage, fachlich kompetente Referenten für unsere Waldabende zu gewinnen, in diesem Falle der damalige Leiter des städtl. Grünflächenamtes.

 

Aus „Das Farnkraut“ Nr. 2/1997

Das „grüne" Coburg

Zum Mai-Waldnachmittag (1997, Anm.) hatten sich trotz des geradezu frühsommerlichen Wetters zahlreiche Wanderfreunde eingefunden. Wolfgang Süße gab den üblichen Rück- und Ausblick auf die Veranstaltungen bis hin zum 90. Stiftungsfest und zur 2-Tages Fahrt nach Arnstadt . Im Mittelpunkt des Waldnachmittags stand  der Vortrag von Gerhard Seiffert, Leiter des städt. Grünflächenamts.
Diese  Einrichtung  gliedert sich  in  die Bereiche    Forsten,    Naturschutz    und
Grünordnung. Seiffert ging kurz auf den Aufgabenbereich seines Amtes ein.
Dieser reicht bis zur Mitwirkung bei der Aufstellung des neuen Flächennutzungs-plans der Stadt Coburg. Nur mit einem Flächennutzungsplan können verbindliche
Normen aufgestellt, vor allem Grünzonen geschützt werden. Auf dem Luftbild erscheint Coburg noch immer als „grüne" Stadt. Es gibt aber beachtliche Interessenkonflikte zwischen dem Erhalt von Grünzonen und Frischluftschneisen sowie wirtschaftlichen Gegebenheiten, einem noch immer zunehmenden Bebauungsdruck. Zum Aufgabenbereich des Grünflächenamts gehören auch die Betreuung von Freizeit- und Sportanlagen sowie Spielplätzen. Beachtlich sei auch der städtische Waldbesitz mit immerhin 260 ha. Im Mittelpunkt der Arbeit des Grünflächenamts mit seinen 100 Mitarbeitern steht aber natürlich die gärtnerische Betreuung der zahlreichen städtischen Grün- und Gartenanlagen.
In Wort und Bild stellte der Referent die großen und kleinen Grünanlagen der Stadt Coburg vor.
Es sollen hier auch Anregung für die Gestaltung privater Gärten gegeben werden. Insbesondere was die Auswahl der Pflanzen angeht, sollten auch Alternativen zum üblichen gesucht werden. Hier kann Neues aber auch bedeuten, auf altbekannte Blumenarten zurückzugreifen. Die bedeutendste Grün- und Gartenanlage Coburgs ist natürlich der „Rosengarten". In die Amtszeit von Gerhard Seiffert fiel die Umgestaltung des Rosengartens einschließlich des neuen Palmenhauses.
Der „kleine Rosengarten" im Hofgarten wurde ebenfalls umgestaltet, anstelle herkömmlicher Blumenrabatten ist ein Staudengarten angelegt worden.
Weitere große und kleine Grünanlagen sind im Kürengrund, am „Ernst-Alexandrinen-Bad", im Rückertgarten u.a. Der Referent sprach auch das Problem der Beschädigungen an. Schmunzelnd verwies Seiffert darauf, daß so manche neue Idee, die in seinem Amt entwickelt worden ist, alsbald von benachbarten Kommunen übernommen worden sei.
Abschließend würdigte Wolfgang Süße die bisherige Amtszeit Gerhard Seifferts. Er hatte dieses als „Garten- und Friedhofsamt" übernommen und bisher schon sehr viel erreicht. Nach wie vor sei Coburg in der glücklichen Lage, die entsprechenden Finanzmittel bereitstellen zu können. Reicher Beifall lohnte den Vortrag von Gerhard Seiffert.
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