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Im Herbst bei schönstem Sonnenschein

 

Die Mittwochswanderer waren ausnahmsweise einmal am Dienstag, dem 20. Oktober 2009, unterwegs. Das hatte seinen Grund darin, dass die Gaststätte der Schlusseinkehr mittwochs ihren Ruhetag hat. Auf die übliche Brotzeit wollte man aber nicht verzichten. Der Stadtbus der Linie 4 brachte die Wandergruppe  - auf kleinen, notwendigen Umwegen - nach Witzmannsberg. Von dort aus ging es zunächst auf dem Amtsbotenweg/Friedrich-Rückert-Wanderweg bis zum „Ulrichstock“, einer Anhöhe zwischen Gossenberg, Wohlbach und Krumbach. Der Wanderführer erinnerte an das dort stehende "Mahnmal", das als stummer Protest gegen einen der drei möglichen Standorte eines im Landkreis Coburg vorgesehenen Verkehrslandeplatzes dienen soll. Es wurde von der zuständigen Kirchengemeinde aufgestellt. Der Holzstamm mit Eisenstangen und bunten Bändern soll einen Engel mit Flügeln darstellen. Dieser Stamm birgt ein Gesicht und eine erhobene Hand und soll eine Geste zur Abwehr und eine segnende Hand zugleich sein.

Nach kurzem Verweilen wurde nach Krumbach weitergewandert. Die Teilnehmer konnten sich überzeugen, dass der am Ortsausgang Richtung Seßlach stehende kleine "Ziehbrunnen" noch funktioniert. Im weiteren Verlauf der Wanderung durch die Fluren der Hochebene wurde Watzendorf,eines der Eigensdörfer, erreicht. Die Ortschaft gehört heute zur Großgemeinde Großheirath.

Eine relativ gute Fernsicht ließ bekannte Punkte in der Umgebung erkennen. Um nur einige zu nennen: Die Veste Coburg, Schloss Hohenstein Schloss Banz, den Staffelberg, den Banzer Wald, die Eierberge und den „Veitsberg“ (eigentl. Ansberg).

Der Wanderführer erinnerte an Kaiser Heinrich II., den Begründer des Bistums Bamberg. Einer Sage nach soll Heinrich II. vor rund 1000 Jahren die damals in Watzendorf stehende Wallfahrtskapelle besucht haben. Ihn interessierte besonders das dort befindliche Marienbild (Schwarze Madonna).

Der den Kaiser begleitende Tross rastete außerhalb des Ortes auf dem Flurstück "Thiereller". Die einheimischen Bauern versorgten

die mitgereisten Menschen und deren Tiere. Aus Dankbarkeit soll den drei Eigensdörfern Watzendorf, Gossenberg und Neuses an den Eichen die  eigene Gerichtsbarkeit und das Jagdrecht verliehen worden sein.

Im Gasthaus Ehrlich wurde die Wandergruppe bestens bedient. So konnten alle frisch gestärkt den Rückweg nach Witzmannsberg an-teten. Der Stadtbus bzw. PKW brachte die teilnehmenden Wanderer wieder nach Coburg zurück.

 

Reiner Probst