[home] [Ummerstädter Kreuz]

neu: Julabend 2008

Adventswanderung mit Günther Peter

Am 1. Adventssonntag, früher Nachmittag, traf sich eine Gruppe des Thüringerwald-Vereins Coburg am Ketschenanger, um sich einer kurzen Wanderung mit anschliessender, gemütlicher Einkehr anzuschliessen. Wie in den letzten 27 Jahren hatte Wfr. Günther Peter die Führung übernommen. Bei sonnigem Wetter und milden Temperaturen ging es über die “Fränkenbrücke” und den Ölberg hinauf in Richtung Wüstenahorn.

DSC_7747

Am dortigen See hatte sich die frühwinterliche Stimmung mehr erhalten als in der Stadtmitte, überraschenderweise hatte sich eine leichte Eisdecke erhalten.

DSC_7752

 

DSC_7758raw

 

Winterliche Ruhe auch in der benachbarten Kleingartenanlage von Wüstenahorn.

DSC_7765raw

Auch der benachbarte Wald war winterlicher als erwartet.

DSC_7766 Wenn auch nicht viel Schnee lag, war dort der Boden an vielen Stellen hart gefroren.

DSC_7769

Aber es war nun nicht mehr weit bis zu der gemütlichen und stimmungsvollen Schlusseinkehr im “Schützenhaus”. Unser Vorsitzender, Wolfgang Süße, dankte dem Wanderführer für diese und die vielen vorhergegangenen Adventswanderungen. Er erinnerte an den Julnachmittag am Sonntag darauf im Gemeindesaal von “Heiligkreuz”. . Der Wanderführer verkürzte noch die Zeit mit stimmungsvollen Vorträgen.

 

DSC_7775

 

Sogar der Blick von der “Frankenbrücke” hinüber zur Moritzkirche und zur Veste war wie verzaubert.

 

Irlandreise mit Siegfried Stegner

Recht gut besucht war der November - Waldabend im “Münchner Hofbräu”. Es ist dies der letzte Waldabend dieses Jahres gewesen, denn im Dezember steht ja anstelle des Waldabends der traditionelle Julnachmittag im Gemeindesaal von “Heiligkreuz” an - 2. Adventssonntag, 7. Dezember. Einladung folgt. Zuvor ist noch die Adventswanderung mit Günter Peter am 30. November. Der Wanderführer verriet soviel, dass die Schlusseinkehr im wiedereröffneten “Alten Schützenhaus” sein wird. Das wird hoffentlich recht viele neugierig machen.

Auch  die vergangenen Wanderungen, wurde erwähnt, die Tour um den “Bayernturm”, die “Karpfentour” sowie die Schlusswanderung zur Sennigshöhe.

 

Doch dann gehörte die Aufmerksamkeit dem Wfr. Siegfried Stegner. Er hatte im zeitigen Frühjahr dieses Jahres eine Rundreise durch Nordirland und das anschliessende mittlere Irland einschl. der Hauptstadt Dublin unternommen. Speziell Nordirland war ja in der Vergangenheit durch Kämpfe und Terror weltweit bekannt geworden. Stegners Vortrag bewies, dass das inzwischen weitgehend befriedete Land aber auch viel schönes zu bieten hat.

Abschliessend die Wiedergabe von zwei Bildern aus der Republik Irland, vom weltberühmten ehemaligen Kloster Clonmacnois, heute eine malerische und bizarre Ruine am Fluss Shannon.

Zerstört wurde die frühmittelalerliche Anlage mehrfach, durch Wikinger, Normannen und endgültig die Engländer unter Oliver Cromwell in 17. Jhdt.

irland920
irland921

 

 

Aufnahmen: Siegfried Stegner

Der Vortrag wurde belohnt durch reichen Beifall und den Dank des 1. Vorsitzenden, Wolfgang Süße.

Herbstliche Jahresabschlusswanderung

Trotz des eher unfreundlichen Wetters trafen sich zahlreiche Wanderfreunde  zur Jahresabschlusswanderung mit Wilhelm Bauer am 26. Oktober. Mit dem Linienbus ging es zunächst durch Lautertal bis Neukirchen. Anschliessend wanderte die Gruppe nach Rottenbach und von dort aus zur gemütlichen Einkehr auf die Alexandrinenhütte.

Zum Saisonende konnte sich die Alexandrinenhütte über regen Besuch freuen, der Gastraum war “gerammelt voll”, kein Wunder, denn die Temperaturen liessen die Einkehr “draussen” nur für äußerst harte Naturen zu, die es aber durchaus gegeben hat. Unsere Gruppe musste sich auf den Hauptraum und die Blockhütte aufteilen. Einer der Gäste hellte die Stimmung durch Gitarrenmusik auf. Nach gemütlicher Einkehr rüsteten sich die Wanderer zum Aufbruch. Es ging auf dem kürzesten Wege zum nach Tremersdorf, wo der Linienbus die Wanderer zurück nach Coburg brachte.

"Zur Quelle der Fränkischen Saale"

 

Schönstes Herbstwetter versprach der Wetterdienst für Sonntag,den 19-10. und somit für die vorgesehene Wanderung. Deshalb trafen sich am Justizgebäude in Coburg 14 Wanderfreunde, um mit Wanderführer Siegfried die PKW-Anfahrt zum Ausgangspunkt Bayernturm bei Zimmerau anzutreten. Dichtester Frühnebel herrschte bis vor Ort. Doch bei Beginn der Wanderung, während des obligatorischen Wanderspruchs, lichtete sich der Nebel und die Sonne kam zum Vorschein und präsentierte der frohgemuten Gruppe die herbstlich bunte Landschaft um den Büchelberg. Nach kurzer Wegstrecke, wurde in Sternberg das so genannte Kalenderschloss erreicht. Während der erklärenden Worte des Wanderführers zu diesem Bauwerk, erschien ein Mitglied des dort innewohnenden Ordens der "Menschenfreundlichen Gesellschaft“ und bot der Wandergruppe eine Führung durchs Innere des Schlosses an! Natürlich wurde diese vorher nicht geplante Besichtigung dankend angenommen! Dieser "Bruder Stefan“ führte uns durch verschiedene Räumlichkeiten des eindruckvollen Schlossbaus und gab interessante Einblicke zur Einrichtung und den Zielen der Besitzer wieder. Mit ausführlichem Informationsmaterial versehen, sowie Dank für diese unvorhergesehene Bereicherung des Wandertages, verließ die Gruppe das sonntäglich stille Sternberg.

Durch herbstlichbunten Eichen-Buchenmischwald führte der weitere Weg vorbei am "Nonnengrund" zur idyllisch im Wald stehenden Wallfahrtskapelle St. Ursula. Diese heilige Ursula ist u. a. auch die Schutzpatronin der Stadt Köln. Steil abwärts ging’s dann über Steintreppen durch das Naturschutzgebiet am Haingrund, entlang der ehemaligen Zonengrenze zur Quelle der Fränkischen Saale. Diese aufwändig in Stein gefasste Quelle, versehen mit Infotafel und künstlerisch gestalteter Metallgussplatte des Saale - Verlaufs, bot dank ihres wohlschmeckenden Wassers erfrische enden Genuss während einer kurzen Rast. Weiter führte darin der Weg nach Aisleben zur vorgesehenen Mittagseinkehr. Da passend dazu noch Kirchweihtag war, bot der dortige Gasthof reichlich Auswahl an nicht alltäglichen Gaumenfreuden. Wohlgenährt verabschiedete sich nach etwas verlängertem Aufenthalt die verständlicherweise gutgelaunte Wanderschar von diesem überaus gastfreundlichen Haus!

Vorbei an der alten Dorfschmiede, nicht ohne vorher noch die schöne Dorfkirche aufgesucht zu haben, ging’s dann hinaus in die abgeerntete Acker= flur zurück in Richtung St. Ursula-Kapelle. Kurzer Halt an einem Feldkreuz in Form eines "Kreutzschleppers“ zwischen zwei uralten herrlichen Lindenbäumen, weiter leicht aufwärts durch Trockenrasenschutzgebiet. Immer noch herbstlich gefärbter Laubwald war dann ständiger Begleiter zum Ausgangspunkt dieser 15 km "gelaufenen" sonntäglichen Tour.

 

Siegfried Stegner

 

Kunstgeschichte auf hohem Niveau

Erfreulich zahleiche Gäste konnte Wolfgang Süße, 1. Vorsitzender des Thüringerwald-Vereins Coburg am Oktober - Waldabend begrüßen. Wie üblich, standen eingangs die abgelaufenen und die bevorstehenden Aktivitäten im Mittelpunkt. Sehr erfolgreich war die traditionelle  “Wein-Wanderung” vom Sonntag, 28. Sept. verlaufen (siehe gesonderter Bericht unten).

Dann aber stand der Vortrag des Kunsthistorikers Dr. Walter Folger, Bamberg, im Mittelpunkt. Der Referent war an diesem Abend bereits zum 5. Male bei uns zu Gast. Diesmal waren Flügelaltäre der Hoch- und Spätgotik aus Franken das Thema. Folger hatte hierzu selbst tausende von Fotos gefertigt (allerdings beileibe an diesem Abend nicht alle gezeigt). Was dies bedeutet, kann wohl nur der ermessen, der sich selbst an diesen Motiven versucht hat und dabei erfahren musste, wie schwierig es ist, Kunstwerke dieser Art gut fotografisch abzubilden.

Wie Folger eingangs betonte, entstanden die Fotos zum größten Teil in protestantischen Kirchen in Dörfern oder kleinen Städten. Im katholischen Franken sind Werke aus dieser Zeit vielfach verloren gegangen, weil im Zuge der Gegenreformation nach dem 30jährigen Krieg viele Kirchen im damals neuen Barockstil umgestaltet wurden. Die gotischen Flügelaltäre passten nun nicht mehr in die Zeit.

Der Referent erläuterte zunächst den typischen Aufbau eines solchen Flügelaltars: auf dem Tisch (Mensa) unten zunächst die Predella, darauf das Retabel, das Hauptteil des Altars, darüber wiederum das Gespreng, geschnitzte Aufsätze zur Verzierung. Beim Flügelaltar besteht das Retabel aus 3, manchmal auch 5 Teilen, die zusammengeklappt werden können. In der Alltagsansicht sind diese Flügel zugeklappt, zeigen aber meist auch Abbildungen biblischen oder sonst religiösen Inhalts. An Sonn- und Feiertagen werden die Flügel aufgeklappt und die Kirchenbesucher sahen die aufwändigsten und wertvollsten Teile des Altars, gemalt oder geschnitzt. Thema der Darstellungen ist meist die Heilsgeschichte, insbesondere das Leben Jesu, oft auch Heiligenlegenden. Die Maler bzw. Bildhauer der Gotik sind meist nicht namentlich bekannt und werden mit “Notnamen” bezeichnet, meist nach dem bedeutendsten der ihnen zugeschriebenen Werke.

Namentlich bekannt sind Michael Wohlgemuth in Nürnberg, der Lehrmeister von Albrecht Dürer sowie Tilman Riemenschneider und dessen Schwiegersohn Veit Stoß.

Standorte der beschriebenen Werke sind u. a. Reuthles, Osternohe, Amorsbrunn, Wolframseschenbach, Kalchreuth, Detwang, Rothenburg o. T., Langenzenn, Gutenstetten, Heilsbronn, Katzwang, Kleinweisbach, Reusch, Aschbach, Wiebelsheim, Hersbruck, Haßfurt, Landau und schliesslich der Heimatort des Referenten, Bamberg.

Nun muss ich sagen, ich habe als “alter Bamberger” den “Marienaltar” des Veit Stoß im Seitenflügel schon hunderte Male gesehen und wusste auch, dass er ursprünglich nicht im Dom, sondern in der “Oberen Pfarre” gestanden hat. Andere Besonderheiten waren mir nicht aufgefallen. Dr. Folger erläuterte zunächst, dass dieser Altar ursprünglich für die Kirche der Karmeliter in Nürnberg bestimmt war und dann nach Bamberg verkauft und transportiert wurde. Daher ist er nicht vollständig erhalten, es fehlen Predella und Aufsatz sowie ein Flügel. Die heute sichtbaren Flügel sind aus einem der ursprünglichen Außen- und Innenflügel neu angeordnet, was daran erkennbar ist, dass die oberen Tafeln flach und die unteren vollplastisch ausgeführt sind. Dennoch handelt es sich um ein grandioses Meisterwerk, und der Referent bekannte abschliessend, dass er in seiner Jugend häufig in der Betrachtung - damals noch in der “Oberen Pfarre” versunken war - Ursache für seinen Entschluss, Kunstgeschichte zu studieren.

Die Zuschauer waren überwältigt von diesem Vortrag, der sie schliesslich auch stark gefordert hatte, und dankten mit reichhaltigem Beifall.

-hdb-

 

DSC_7476nk

Wein - Wanderung 2008

Seit längerer Zeit war ein “Wander-Bus” voll besetzt, als er sich am Sonntag, dem 28. Sept. früh in Bewegung setze. Hierüber freute sich Wfr. Wilhelm Bauer, der wieder einmal eine “Wein -Wanderung” zur Herbstzeit organisiert hatte. Der Wetterbericht hatte Gutes vorhergesagt, doch zunächst einmal herrschten Nebel und kühle Tempearaturen. Bei der Fahrt durch den Grabfeldgau lichtete sich der Nebel etwas, um sich dann im Maintal wieder zusammenzuziehen.

Ausgangspunkt war das Kloster St. Ludwig nahe Stammheim am Main. Wie der Wfr. erwähnte, wurde an dieser Stelle ursprünglich eine Kuranstalt errichtet, das “Ludwigsbad”, denn in der Nähe sind heilkräftige Quellen. Doch nach Anfangserfolgen konnte das Bad nicht mit bekannteren Kurorten konkurrieren. Anfang des 20. Jhdt. suchten sich die Beneditktiner sich wieder in der Nähe ihres in der Säkularisation untergegangenen Klosters Münsterschwarzach zu etablieren und erwarben das Anwesen. Nach einigen Jahren zogen sie jedoch in ihren Neubau im wieder errichteten Münsterschwarzach um. In St. Ludwig entstand später eine pädagogische Einrichtung für Mädchen.

Beim Start der Wanderung herrschte noch Nebel (Bild).

 

Wer wollte, konnte im Bus bleiben und eine Rundfahrt unter Führung von Wfr. Erich Bauer erleben. Die übrigen wanderten zunächst bergwärts, hauptsächlich durch Obstbaumbestände. Nach einiger Zeit sahen wir auch Weinstöcke.

Allmählich setzte sich die Sonne durch.

DSC_7484nk

Hier in diesem Bereich trafen wir dann erstmals auf auf Herrn Franz Moller, Winzer aus Stammheim, der uns hier erstmals etwas zum Thema Wein und Weinbau sagte. Es gab Kostproben der Trauben und einen Probe-Blick durch das “Öchsle-Grad” - Bestimmungsgerät Refraktometer. 80 Grad und mehr wurden festgestellt.

 

Hier an dieser Stelle, der Gaibacher “Konstitutionssäule”,  legten wir eine längere Rast ein. Dieses Denkmal erinnert daran, dass zu Anfang des 19. Jahrhunderts die kleineren, bisher selbständigen Fürstentümer in Mainfranken “mediatisiert”, d. h. den neu geschaffenen Königreich Bayern einverleibt wurden, u. a. die Grafschaft der Schönborn. Das Grafenhaus hatte die Säule gestiftet, auch um eine positive Einstellung zur neuen Ordnung auuszudrücken. Dennoch waren die neuen Herrenn, wie die Annalen verkünden, keineswegs immer gnädig. Die Rucksackverpflegung wurde verfeinert durch Weine, die Herr Moller uns kredenzt. hat. Er führte uns anschliessend weiter durch Hügel, Felder und Weinberge bis nach Stammheim.

Bald schon zeigte sich Stammheim, idyllisch am Main gelegen; im Hintergrund ein Flusskraftwerk mit Schleuse. Eine letzte Rast...

DSC_7521nk
DSC_7527nk
DSC_7524nk

Stammheim a. Main, im Hintergrund Mitte der Ausgangspunkt Kloster Ludwig, ganz im Hintergrund das AKw Grafenrheinfeld.

DSC_7563nk

In froher Runde der Ausklang; u. a. feierte Wfr. Erich Bauer einen “runden Geburtstag”. Am frühen Abend traten wir die Heimfahrt nach Coburg an. Wfr. Stegner dankte im Namen aller dem Organisator für diesen schönen Tag.

Kontakt   Impressum

Zur Gesamt-Übersicht der Website: sitemap