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Aus unserem Archiv: Besuch des Thüringerwald-Vereins Coburg im Oktober 1929 im Schlosspark Seehof. Unten: so sah die Kaskade damals aus.

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Ein hierzu passender Text:


Erstaunlich knapp wurde die Gesamtanlage Seehof von dem bedeutenden Kunsthistoriker Dr. Heinrich Mayer in: „Die Kunst des Bamberger Umlandes“, II. Band, Bamberg 1930 beschrieben.
Knapp 2 Seiten insgesamt brauchte er hierzu. Zum Vergleich: Wallfahrt und Wallfahrtskirche Vierzehnheiligen nahezu 8 Seiten. Möglicherweise war 1930 schon bereits ein Tiefpunkt am Bestand erreicht oder anders ausgedrückt: ein erster Höhepunkt in der Geschichte des Ausverkaufs.

Prof. Dr.Heinrich Mayer (1881 – 1957) zählt noch heute zu den bedeutendsten Kennern der Kunst- und Baukunstgeschichte von Bamberg und Umgebung. Ergänzt werden sollte, dass schon der Nachfolger von Bischof s. Seinsheim, v. Erthal kaum noch Interesse hatte und ließ die vielen Figuren wieder abbauen, immerhin aber ordnungsgemäß einlagern (Schelter/Petzet, „Schloss und Park Seehof“, München 2005). Ob sich Heinrich Mayer damals den heutigen Zustand von Schloss und Park Seehof hätte vorstellen können?
Zitat:
Die einladende Toranlage, aus 2 Wachthäusern und 5 Gittern zwischen 6 Pfeilern bestehend, 1337/38 von Küchel; Urnen und Wappenlöwen von J. P. Benkert. Das 1752 von Fb. Ph. Anton in der NO-Ecke des Gartens erbaute „Franckensteinschlößlein" (von Küchel; Ausmalung 1761 f, von Ermeltraut erneuert) wurde 1867 zerstört. Der Park ist mit Ausnahme des ö. Drittels erhalten; ebenso ein Rest seines plastischen Schmuckes von Ferd. Tietz, der 1747—52 und 1760—65 mit Jak. Goldwitzer, Mich. Trautmann, B. Kamm, Jh. Baumgärtner, Jh. Aug. Nahl und Gg. A. Reuß den Park mit nahezu 400 Figuren füllte (Abb…). — Die von Fb. Adam Friedrich 1762—71 angelegten berühmten Wasserwerke wurden 1810 ein Opfer der Zerstörungswut des Oberbauinspektors Frhr. v. Hohenhausen.