Thüringerwald-Verein Coburg: seit 100 Jahren für Sie im Dienste von Wandern, Naturschutz, Heimatpflege......zur .Mitgliedschaft (bitte anklicken!)

Historismus = Nachahmung bzw. Neuschöpfung vergangener Baustil-Epochen ab der sog. Gründezeit, also ab etwa 1871. Starkes Wachstum der Städte, wachsender Wohlstand der gehobenen Schichten. Zahlreiche Beispiele auch in Coburg.

Die Baukunst dieser Epoche war nicht immer hoch angesehen. Nehmen wir das Standardwerk “Bau- und Kunstdenkmäler Thüringens” - Bd. XXXII - Amtsgerichtsbezirk Coburg, Jena 1906. Die Bauwerke eines Julius Martinet, außer der Rückertschule etwa die Lutherschule, werden nicht erwähnt. Es mag natürlich sein, dass die Arbeiten an diesem Buch längere Zeit vor dem Erscheinen zurücklagen.

Lehfeldt-Voss erwähnen für die Stadt Coburg lediglich Bürgerhäuser in “Nachahmung der Antike” - S. 355 ff - hier seien auch insoweit lediglich die Portale bemerkenswert; “Triglyphen” und “Zahnschnitt”, Beispiel Gasthof Bären, allerdings schon aus 1785.

Von den öffentlichen Bauten des 19. Jhdt. werden jeweils nur in wenigen Zeilen abgehandelt: das Hoftheater (Klassizismus), die Arkaden, die Reithalle  der Marstall und selbst die neugotische Kirche St. Augustin. Beim Marstall  wird der Vorgänger-Bau des 17. Jhdt. ausführlicher behandelt als der jetzige, Neu-Renaissance.

 

[home] [Historismus allg.] [Allee] [Neugotik] [Neurenaissance] [Wertschätzung] [Verschiedene Stilrichtungen]
[home] [Historismus allg.] [Allee] [Neugotik] [Neurenaissance] [Wertschätzung] [Verschiedene Stilrichtungen]