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Sommer im Höllental

Naturpark Frankenwald

Es war der 16. August,  ein herrlicher Sonntagmorgen, als eine größere Gruppe erwartungsvoll mit dem Bus auf ruhigen Straßen, nach Hölle, dem Ausgangspunkt der Wanderung fuhr. Wenige Teilnehmer schlossen sich Wanderwart Wilhelm Bauer an, der eine kleinere Strecke anbot. Die übrigen vertrauten sich Gisela und Walter Renner an, die die Führung dem Wegemeister Grünert vom Frankenwaldverein übergaben. Nach der Begrüßung, dem Wanderspruch und Versorgung mit Getränken ging es ins schattige Höllental, das von der Selbitz durchflossen wird, hinein. Am markanten Stellen gab Wanderführer Grünert wertvolle Hinweise. Ein Stück führte der Weg auf dem ehemaligen Bahndamm entlang. Nach dem II. Weltkrieg wurden die Gleise abgebaut. Momentan sind Überlegungen im Gange, eventuell die Strecke zu reaktivieren. Auf dem schmalen gesicherten Röhrensteig wanderte die muntere Schar zum Wasserturm um dann auf einem Pfad, der teilweise mit Naturtreppen versehen war, empor zu steigen. Am Aussichtspunkt König David fand eine kleine Frühstückspause statt. Ein herrliches Panorama mit Bergen und dem Höllental mit Blick auf Wasserturm und Hirschensprung erfreute. Auf einer Hochfläche strahlte die Sonne heiß vom Himmel. Vom Wiedeturm sahen die Wanderer die Papierfabrik Rosenthal sowie das Thüringer Schiefergebirge, das die Fortsetzung des Frankenwaldes bildet. Davon zeugten vor allem die mit Schiefer bedeckten Häuser. Ein schattiger Waldweg führte hinab. Dabei fielen große grüne und eine rote Raupe auf. Wanderführer Grünert machte auf Kreuzottern aufmerksam, die hier leben. In Blankenstein las die Schar, dass der Rennsteig endet und die Selbitz in die Saale mündet. Ein Stein erinnerte an die Wiedereröffnung des bekannten und beliebten Wanderweges im Kalenderjahr 1990. Es fiel auf, dass im Frankenwald die Wege einen Namen tragen. Auch sind an einzelnen Bäumen mehrere Markierungen angebracht. Blanken stein soll zu einem Wegekreuzungsmittelpunkt werden. Vor dem Wanderstützpunkt wurde ein hübscher Platz angelegt.

In Blechschmiedenhammer fand die wohlverdiente Mittagspause statt. Beim Abmarsch kamen die Wanderer an einem alten Zug vorbei, der auf einem Gleis stand. Die Gruppe zog durch das schattige Höllental, sah den Hirschensprung und spazierte zum Jungfernstieg. Des weiteren kamen sie am Wasserkraftwerk vorbei. Es blühte das indische Springkraut, das sich in unserer Heimat eingebürgert hat und allmählich das gelbblühende verdrängt. Eine Eisenbahnbrücke sowie imposante Felsen fanden Bewunderung. Das Höllental ist vulkanischen Ursprungs und ähnelt geologisch dem Thüringer Schiefergebirge. U. a. gibt es den Diabas, dem Vorläufer des Basalt, und den so genannten Mandelstein. Aus einem Felsen wuchs eine Fichte. Der Teufelssteg kann nicht mehr begangen werden. Am Ziel Hölle bedankte sich Gisela Renner bei Wanderfreund Grünert, der von seiner Frau begleitet wurde, für seine gute Führung und fundierten Erläuterungen, überreichte als Anerkennung ein kleines Präsent mit Coburger Spezialitäten und lud zu einem Besuch in der Alexandrinenhütte ein. Der Bus brachte die zufriedenen Wanderer zur Schlusseinkehr ins "Bauernhannla" oberhalb von Steinberg. Während der Fahrt zeigte sich der Frankenwald von seiner schönsten Seite. Ein schöner Tag ging mit dem Dank von Wanderwart Wilhelm Bauer an Gisela und Walter Renner für ihre Organisation zu Ende.

Renate Haenel