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Leider konnte ich diesmal – krankheitsbedingt – an der Jahreshauptversammlung

am 3. März 2009 nicht teilnehmen. Ich muss daher auf den Versammlungsbericht der „NEUEN PRESSE“, erschienen am 6. März zurückgreifen.

Werrabahntrasse ist „grünes Band"

Der Hüttendienst benötigt Verstärkung

Coburg - Der Thüringerwald-Verein Coburg hat zwar nichts gegen den Bau einer regionalen Bahnlinie als Lückenschluss zwischen Südthüringen und Coburg, aber er ist gegen eine Verwendung der alten Werrabahntrasse. Der alte Werrabahn-Damm auf den Höhen des östlichen Lautertals müsse in seiner jetzigen Form, eben ohne Bahnlinie, erhalten bleiben, forderte Frank Reißenweber, Naturschutzwart des Thüringerwald-Vereins bei der Jahreshauptversammlung in Coburg.

Reißenweber bezeichnete den alten Bahndamm als „grünes Band im Kleinen". „Das ist eines der wertvollsten Linien-Biotope im Landkreis!" Gelassen blickte Reißenweber auf die Planungen zum Bau einer 380-Kilovolt-Leitung durch das Coburger Land und die Planung eines neuen Verkehrslandeplatzes. Bei beiden Projekten habe sich die Lage entspannt. Zur 380-Kilovolt-Leitung habe sich starker Widerstand auf breiter Basis formiert, zudem sei durch die avisierte Entflechtung von Energie-Versorgern und Netzbetreibern die Realisierung erst einmal un-gewisser geworden.

In Sachen Verkehrslandeplatz wies Reißenweber auf die Auflösung der entsprechenden Arbeitsgemeinschaft (ARGE) hin, momentan gebe es auch keine laufenden Verfahren.

„Die Unterstützung des Thüringerwald-Vereins für das grenzüberschreitende gesamtstaatlich repräsentative Naturschutzprojekt 'Grünes Band', Rodachtal -Lange Berge - Steinachtal, hat sich 2008 gelohnt", fuhr Reißenweber fort. Im November vergangenen Jahres sei ein Zweckverband aus den Landkreisen Coburg,- Kronach, Sonneberg und Hildburghausen gegründet worden, und das Bundesamt für Naturschutz bereite derzeit den Förderbescheid für das Projekt vor.

11,4 Millionen investiert

Für verschiedene Naturschutzmaßnahmen sollen dann rund 11,4 Millionen Euro investiert werden. In den Blick nahm Reißenweber auch das Rottenbacher Moor („Das einzige richtige Moor im Landkreis"). Das Rottenbacher Moor sei der Inhalt des ersten FFH - Managementplanes in Oberfranken; ein großer Teil der vorgesehenen Maßnahmen sei durch Landschaftspflegeverband und Waldkorporation 2008 bereits angelaufen. Weiter erwähnte der Naturschutzwart des Vereins das Mitwirken beim Abschluss des grenzüberschreitenden Projekts Rodachtalachse und bei A-73-Ausgleichsmaßnahmen nahe Schweighof (Bad Rodach). Knapp sieben Hektar Land besitze der Thüringerwald-Verein im Coburger Land mit Zweckbindung Naturschutz.

Zu den herausragenden Ereignissen des vergangenen Jahres zählte Vorsitzender Wolfgang Süße die Einweihung des Jakobusweg-Teilstücks durch das Coburger Land zwischen Almerswind und Lichtenfels. Süße dankte seinem Stellvertreter Klemens Mönnich für dessen Einsatz in Sachen Jakobusweg: „Er hat eine tolle Arbeit geleistet!" Außerdem freute sich Süße über den Wieder - Eintritt des Bezirkes Oberfranken in den Verein. Der Verein zähle aktuell 414 Mitglieder. Die Tendenz gehe nach unten, bedauerte Süße und rief zu verstärkter Mitgliederwerbung auf.

Wanderwart Wilhelm Bauer berichtete von insgesamt 30 Wanderungen im vergangenen Jahr, an denen zusammen 516 Personen teilgenommen hätten. Dabei seien 362 Kilometer zurückgelegt worden. Neun Waldabende seien veranstaltet worden. Ein Erfolg sei neben anderen Fahrten der Seniorenausflug gewesen. Im laufenden Jahr lädt der Thüringerwald-Verein zu neun Busausflügen ein.

Juristisch schwierig

Ein schwieriger gewordenes juristisches Umfeld hat für viel Arbeit bei den vier Wegemarkierern geführt. Als Grund nannte Wegewart Siegfried Stegner die verschärfte Verkehrssicherungspflicht der Bayerischen Staatsforsten. Simple Schleichwege und Trampelpfade können dadurch nicht mehr offiziell als Wanderwege deklariert werden. Der Hüttendienst sucht auch dieses Jahr Verstärkung, sagte Hüttenwart Günther Volk. 2008 habe man alle 36 Hüttendienste an Wochenenden und Feiertagen besetzen können - in diesem Jahr gebe es noch Lücken.

Im April soll bei der Alexandrinenhütte ein Bergahorn gepflanzt werden, allerdings müsse eine geschädigte Pappel entfernt werden. Eine neue Sitzgruppe an der Alexandrinenhütte spendete der ehemalige Gesangsverein Oberlauter. Sorgenkind bleibe der Brunnen an der Alexandrinenhütte.

Die Neuwahlen bestätigten Wolfgang Süße als Vorsitzenden.

Als Stellvertreter stehen ihm auch künftig Klemens Mönnich und Eva-Maria Bauer zur Seite. Schriftführerin bleibt Renate Haenel und Schatzmeister Rudolf Hartmann. Wiedergewählt wurden Naturschutzwart Frank Reißenweber, Wegewart Siegfried Stegner, Wanderwart Wilhelm Bauer (unterstützt von Rainer Probst) und Pressewart Hans-Detlef Bürger. Eigentlich kandidierte Günther Völk nicht mehr als Hüttenwart; es fand sich jedoch kein Nachfolger, sodass Völk zumindest vorläufig kommissarisch im Amt bleibt. Beisitzer/innen sind: Gisela Renner, Annemarie Koschny, Johanna Eppler, Günther Peter und Harry Langguth. Die Kassenprüfer: Harald Gleichmann und Hedwig Sollmann. mako