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Etwas vernachlässigt habe ich diese Grabplatte für Herzog Johann Ernst. Sie ist fotografisch auch im Vergleich zu denen für Johann Friedrich II, Elisabeth v. der Pfalz und Johann Casimir recht schwer zu erfassen, denn nur wenn das Licht so günstig ist wie gerade hier, dann treten die Konturen hervor. Zunächst: um welchen Herzog Johann Ernst handelt es sich: der Entstehung (1553) nach nicht um den jüngeren Bruder und für wenige Jahre Nachfolger von Johann Casimir, auch nicht um den Herzog Johann Ernst von Sachsen-Weimar (1627 - 1683).
Dieses Denkmal gilt vielmehr jenem Johann Ernst, der einst Bauherr der Ehrenburg gewesen ist. Es handelte sich um den jüngeren Bruder des “geborenen Kurfürsten” Johann Friedrich I (“des großmütigen”), der von 1521 - 1553 lebte und ab 1532 Herzog der “Pflege Coburg” war.

Diese Grabplatte wurde 1553 durch den Büchsengießer Eberlein zu Nürnberg hergestellt, die Gravur wurde “herausgehauen” (Lehfeldt-Voss).

Dr. Ingo Krauß beschreibt das Wappen in: “Die Epitaphien und Grabmäler der St. Moritzkirche in Coburg und was sie erzählen. Zweiter Teil: Was außer den herzoglichen Epitaphien noch vorhanden ist.....”, Coburg 1933.

ein Löwe (Coburg oder Meißen oder Thüringen). Diese Fragestellung finde ich seltsam, denn anhand der Teilung liegt doch klar fest, dass es sich um das Wappen der Landgrafschaft Thüringen handeln muss ---

dann weiter: ein Adler (Pfalzgrafschaft Sachsen oder Thüringen), ein Löwe (Krauß schreibt Coburg oder Meißen oder Thüringen, eigentlich klar Meißen), nochmals ein Adler für die damals schon obsolete Pfalzgrafschaft Sachsen bzw. Thüringen, eine Rose (Burggrafschaft Altenburg), nochmals ein Löwe, drei Seeblätter (Grafschaft Breha, man könnte hier ergänzen: oder auch die damals bereits fiktive Herrschaft Sachsen-Engern sowie die “Landsberger Pfähle”.