Thüringerwald-Verein Coburg: seit 100 Jahren für Sie im Dienste von Wandern, Naturschutz, Heimatpflege......zur .Mitgliedschaft (bitte anklicken!)

DSCF0180

Bronze-Grabplatten für Herzog Johann Friedrich “der Mittlere” (1529 - 1595) sowie seine Gemahlin Elisabeth , geb. Pfalzgräfin bei Rhein (1540 - 1594).

DSCF0183

Außer dem monumentalen Epitaph (interner link Epitaph) erinnern an die wohl tragischten Gestalten der Geschichte Wettins diese beiden Grabplatten. Sie sollen lt. “Lehfeldt-Voss” ursprünglich im Boden vor dem großen Grabdenkmal über der Gruft angebracht gewesen sein.

Für eine Plastik aus der Renaissance-Epoche wirken die Figuren doch recht idealisierend, so haben die Toten wohl nicht ausgesehen. Vergleich der Darstellung Johann Friedrichs im Epitaph siehe unten.

DSC_2684
DSC_9769
DSC_9770

Unter anderem sind an diesem Grabmal die Wappen des Herzogtums Jülich und der Grafschaft Ravensberg dargestellt. Der Vater des Johann Friedrich II, Johann Friedrich I war verehelicht mit Sybille von Kleve. Unter anderen hierauf stütze ab 1609 Johann Casimir seine Erbansprüche - näheres siehe den “internen link” Jülich - Cleve - Berg. Auf Ravensberg deutet der Sparren im Herzschild beider Wappen, auf Kleve das Klevenrad und auf die Grafschaft Mark der geschachte Balken. Lt. der Website “Heraldik - Dr. Peter handelt es sich um das Wappen mit dem Sparren als Herzschild um das Wappen des Herzogs Gerhard (genauer: II) von Jülich und Berg, Ururgroßvater des Herzogs Johann Friedrich II. Diese Abstammung rührt wie gesagt daher, dass die Mutter dieses sächsischen Herzogs die Prinzessin Sybille von Kleve war. Diese Frau spielte eine Schlüsselrolle in den Ansprüchen des Hauses Sachsen auf das Jülich’sche Erbe. Ihr Porträt aus der Schule von Lukas Cranach hängt auf der Veste Coburg.

Siehe auch Schloss Burg

[home] [Schloss Burg] [Details] [Wappen]