Aus „Das Farnkraut“ Nr. 1/1970

 

Stets nimmt sich und nahm sich unser Verein und unser „Farnkraut“ allen Themen an, die sich um die Bereiche „Wandern“, aber eben auch „Heimatpflege“ und „Umweltschutz“ drehten. Was Wunder, dass auch eine Persönlichkeit wie Adalbert Bringmann dem Verein wie selbstverständlich zugehörte. Als Glaskünstler war er längst bekannt und anerkannt (Beispiel: St. Marien), als er zum Kreisheimatpfleger sowohl für den Landkreis als auch die Stadt berufen wurde. Wie wir heute wissen, kam in den folgenden Jahren einiges auf ihn zu, was geplante oder auch durchgeführte Abbrüche historischer Gebäude angeht.  

 Feuermelder" Adalbert Bringmann

 Ehrenvolle Berufung zum Heimatpfleger

 Das „kunsthistorische Gewissen" unserer Heimat heißt jetzt Adalbert Bringmann. Als Nachfolger von Werner Schönweiß, der sich beruflich verändert hat, wurde unser Wanderfreund in das Ehrenamt des Heimatpflegers beim Landkreis Coburg berufen, das er als „Feuermelder vom Dienst" wahrzunehmen gedenkt. In dieser humorigen Interpretierung seines Auftrags läßt Bringmann deutlich werden, wie er das verantwortungsvolle Amt wahrzunehmen gedenkt; ein Amt, für das der profilierte Künstler mit erwiesenermaßen gründlicher Kenntnis der Heimatgeschichte und mit rechtem Gespür für das, was schutzwürdig ist, beste Voraussetzungen mitbringt. So sehr er den „nörgelnden Sektierer" ablehnt, so entschlossen ist der -neue Heimatpfleger, mit Nachdruck einzuschreiten, wo es unersetzliche Werte zu erhalten und leichtfertige Veränderungen zu verhindern gilt. Damit dieses Anliegen allgemeinverständlich wird, will der seit langem zum Dozentenstamm des Kulturamtes und der Volkshochschule gehörende Bringmann nun erst recht Vorträge über Gedanken der Heimatpflege halten, um ein noch breiteres Publikum für künstlerische Belange zu begeistern und so in der Bevölkerung mehr Sinn für volkskundliche Werte zu wecken. Weil wir um die Bedeutung, aber auch um die Schwierigkeiten seines Auftrages wissen, danken wir Wanderfreund Bringmann für seine Bereitschaft mit dem Versprechen, ihn in seinen heimatpflegerischen Bemühungen nach besten Kräften zu unterstützen.