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Lehfeldt-Voss: Bau- und Kunstdenkmäler Thüringens Band “Herzogtum Sachsen-Coburg und Gotha - 1906 - schreibt zum Thema des Brunnens im inneren Schlosshof u. a.

Der offene Brunnen vor der Altane stammt wahrscheinlich aus derselben Zeit wie diese. Die Löwenmasken, aus deren Maul die eisernen Rohre für das niessende Wasser hervorspringen, haben eine bemerkenswerthe Aehnlichkeit mit den Löwen-Masken in den Schlusssteinen der Rundbogen des Erdgeschosses und des 1. Stockwerks der Altane. Doch die Sculpturen des Brunnens sind um das Jahr 1840 stark restaurirt, theilweise wohl ganz erneuert.... Auf zwei breiten Stufen steht das breite, achtseitige Becken, welches, wie bei den übrigen alten Brunnen der Stadt Coburg, vorzugsweise als Wasserreservoir bei Feuersgefahr zu dienen hatte. Die Ecken sind durch flache Pilaster wirkungsvoll belebt. Aus diesem Becken steigt der ebenfalls achtseitige, aus Stein gemeisselte Brunnenstock auf. An diesem befinden sich die oben erwähnten vier Löwenköpfe mit den eisernen Rohren für das laufende Wasser. Den oberen Theil des Brunnenstocks bildet ein sich nach oben verjüngender achtseitiger Pfeiler. An vier Seiten desselben sind volle Fruchtbündel in den Stein gemeisselt. Die Bekrönung bildet ein stehender Löwe, welcher ein Schild mit dem Vereinigungswappen von Sachsen (Rautenkranz und Löwe) und Waldeck (Löwe und Scepterkreuz) mit dem Elephanten-Orden darunter in den erhobenen Vorderpranken hält. Dieses Vereinigungswappen deutet auf Herzog Johann Ernst, welcher mit Charlotte Johanna von Waldeck vermählt war; also auf die Zeit zwischen 1690—99. Das Wappenschild ist indessen im Jahre 1840 erneuert.

 

Anmerkung hierzu: zumindest in dem jetzigen Zustand weist das Wappen nach Cleve und nicht nach Waldeck. Anspruchswappen seit Johann Casimir auf die Ländergruppe Jülich-Cleve-Berg-Mark-Ravensberg. Das Waldeck’sche Wappen – ein achtstrahliger Stern -  weist kaum Ähnlichkeit mit dem hier dargestellten

Anmerkung -hdb-