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H. Mauritius, Stadtpatron von Coburg

Wie aus den nebenstehenden Fotos zu ersehen, ist der Hl. Mauritius allein zweimal außen am Rathaus figürlich dargestellt – nicht eingerechnet also der „Coburger Mohr“ auf Fahnen und Wappen.

Nach der Legende war Mauritius im 3.Jhdt. Anführer der „Thebäischen Legion“  - diese habe aus hauptsächlich christlichen Soldaten aus Oberägypten bestanden. Wegen dem Bekenntnis zum christlichen Glauben hätten sie, also Mauritius mit der gesamten Legion,  den Märtyrertod erlitten – auf einem Feldzug der Römer in Gallien. Diese Berichte erscheinen  erstmals im 5. Jhdt.
Wegen der Herkunft aus Afrika wird Mauritius in der Kunst oft dunkelhäutig dargestellt.

Darstellungen von Mauritius in den Stadtwappen (außer Coburg) von St.Moritz (Schweiz),  Aken a. d. Elbe, Sandau a. d. Elbe, Zwickau, Fröndenberg a. d. Ruhr, Bad Sulza.

Als Patron nennt Albert Christian Sellner: „Immerwährender Heiligenkalender“;  Frankfurt 1993  Mauritius für folgende deutsche Städte außer Coburg: Goslar, Halle, Ingolstadt, Lauenburg, Magdeburg, Mainz, Pyritz, Wiesbaden und Wehrt.
Die Verehrung des Hl. Mauritius war also zur Gründungszeit dieser Städte im Mittelalter weit verbreitet – nicht nur in Deutschland.

Über die Geschichte des Coburger Wappens – neben dem „Mohrenkopf“  vormals auch der „Meißener Löwe“ hat die Stadt vor Jahren ein Faltblatt herausgegeben –
Text Dr. Rudolf Brücker, Graphik Herbert Ott.
Erwähnt ist dort auch, dass in der Zeit von 1933 – 1945 ein anderes Stadtwappen eingeführt worden war - ein Schwert.  Im Internet - offizielle homepage der Stadt Coburg - ist dieses Publikation nach wie vor abrufbar.

Literatur: Sellner a. a. O., WIKIPEDIA;  Dr. Brückner a.a. O.