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Neuer  Handzettel Jakobusweg

Ein neuer Handzettel mit der Beschreibung des Abschnitts “Almerswind - Lichtenfels” wurde derzeit von Wfr. Klemens Mönnich erstellt, bei der Druckerei Leutheusser gedruckt und liegt beim Thüringerwald-Verein, beim Tourismus-Betrieb Coburg, Herrngasse beim Bürgerbüro im Coburger Rathaus sowie im Pfarrbüro St. Moriz auf. Es handelt sich um ein zweiseitiges Blatt A 4, Farbdruck.

Nachstehend der Text:                      zur Karte

Wegebeschreibung

 

Beim thüringischen Almerswind (bemerkenswertes Schloss) beginnt jener fränkische Abschnitt des Jakobusweges, in den hoffentlich bald die Route von Erfurt her mündet. Für die Strecke von hier bis nach Lichtenfels zeichnet der Thüringerwald-Verein Coburg verantwortlich. Der begeisterte Santiagopilger Klemens Mönnich hat den Wegverlauf festgelegt und markiert und die vorläufige Wegebeschreibung geliefert.

 

Nach Überschreiten der Landesgrenze folgt der Jakobusweg zunächst dem „Frankenweg" bis Weißenbrunn vorm Wald (sehenswertes historisches Ortsbild) und dann zum Ostufer des Froschgrundsees (1986 zum Hochwasserschutz gebaut). Wir folgen dem Weg am Ostufer und über die Dammkrone. Es ergibt sich ein Blick auf die gewaltige Brücke über den See. Kurz unterhalb der Dammkrone zweigt ein Fußweg nach rechts (westlich) ab hinunter nach Schönstädt. Am Ortsausgang wird die Verbindungsstraße Fischbach - Fornbach gequert. Nun geht es einen beliebten Radweg entlang. Das Flüsschen Itz wird dabei mehrfach überquert. Wir kommen am Westrand von Mittelberg vorbei und erreichen schließlich Unterwohlsbach. Dort geht es zunächst rechts (westlich) weiter, nach ca. 100 m wieder links (südlich) ansteigend bis zum Schlosspark von Rosenau. Direkt hinter einer Schranke führt ein Spazierweg den Schwanensee entlang. Bald zeigt sich das Schloss, in dem 1819 Albert, der Prinzgemahl von Königin Viktoria geboren wurde. Unser vorheriger Weg mündet in die Fahrstraße von Oeslau nach Unterwohlsbach, der wir nun folgen. Rechts liegt das Parkrestaurant, dahinter die Orangerie und das neu errichtete Museum für moderne Glaskunst. Nach einigen hundert Metern ist Rödental-Oeslau erreicht. Bei der Porzellanfabrik Goebel geht es über die Staatsstraße und weiter geradeaus, vorbei an Parkplätzen und Gewerbegebieten bis zur Verbindungsstraße Oeslau - Waldsachsen. Wir überqueren die Bahnstrecke Coburg - Sonneberg. Markanter Blickpunkt sind nun die Brücken für die A73 und den ICE. Der Weg führt weiter entlang der Ortsverbindungsstraße und trifft kurz nach der Brücke über die Itz auf den von links (östlich) kommenden Carl-Escher-Weg, der mit einem roten Punkt auf weißem Feld markiert ist. Auf dessen Trasse nach rechts abbiegend verläuft der Jakobusweg durch den Bausenberg, einem der Veste Coburg vorgelagerten Höhenzug. Es geht ständig bergan, bis wir aus dem Wald heraustreten und die Veste Coburg unmittelbar vor uns haben. Die Ursprünge der Veste gehen ins 9. Jahrhundert zurück; doch erst zusammen mit der Stadtentwicklung ab dem 13. Jahrhundert wurde die Anlage bedeutend. In der Reformationszeit wurde die Festung auch als zeitweiliger Zufluchtsort Luthers bedeutsam. Der gesamte Gebäudekomplex und seine Kunstsammlungen sind unbedingt sehenswert. Ein Abstecher auf die Hohe Bastei, von der man einen weiten Blick nach Norden, Osten und Süden hat, sowie ein Rundgang um die Veste sind auch den Pilgern zu empfehlen, die in Coburg nicht übernachten wollen. Unser Weg führt an der Veste vorbei und hinunter durch den Hofgarten (ein Landschaftspark im englischen Stil) zum Schlossplatz mit dem Schloss Ehrenburg (herzogliche Residenz 1547-1918). Von dort sind es nur wenige Schritte zur Morizkirche. Die Morizkirche, ein spätgotischer Hallenbau, ist nach dem hl. Mauritius, dem Anführer einer römischen Legion benannt, der um 300 n. Chr. als Märtyrer starb. Er wird in der bildenden Kunst als Mohr dargestellt. Sein Kopf ziert das Coburger Stadtwappen. 1530 predigte Martin Luther in der Morizkirche. (Pilger können im Evang.-Luth. Pfarramt den Pilgerstempel erhalten).

In Anbetracht der Entfernungen sollten Pilger in Coburg Station machen. Das gibt Spielraum für den folgenden Tag, um vielleicht über Lichtenfels hinauszukommen und in Vierzehnheiligen oder noch weiter südlich zu übernachten.

Hinter der Morizkirche folgen wir nach rechts dem Fußweg. Die Fahrstraße wird in Höhe des Kongresshauses überquert. Durch den Rosengarten führt der Weg zur Ketschendorfer Straße, der wir nach Süden folgen. Kurz nach der ersten Verkehrsampel biegen wir nach links ab in die Parkstraße. Rechts liegt das Schloss Ketschendorf, in dem jetzt die Jugendherberge untergebracht ist. Wir verlassen die Parkstraße unmittelbar nach der JH, folgen der stetig ansteigenden Buchberger Straße bis zu einer Gabelung und biegen rechts in den Rother Weg. Wir befinden uns nun auf dem C-Weg (gelbes C auf weißem Grund und weißer Läufer auf der Straße). Diesem folgen wir, bis er in einen anderen Weg mündet, wo wir uns nach links wenden. Nach einigen hundert Metern ist ein Wäldchen zu durchqueren. Danach kommt offenes Gelände. Rechts liegt Grub am Forst vor uns. Deutlich erkennbar die Pfarrkirche St. Ägidius, auf die wir zusteuern. (Pilger können im Evang.-Luth. Pfarramt den Pilgerstempel erhalten).Der hl. Ägidius (St. Gilles an der südfranzösischen Via Tolosana) gehört - wie St. Leonhard, St. Maria Magdalena und St. Rochus - zu den wichtigsten Wegbegleitern der Jakobspilger und wird schon im „Liber Sancti Jacobi“ (ca. 1150) hervorgehoben. Die Kirche in Grub ist wohl romanischen Ursprungs, ansonsten in der äußeren Erscheinung spätgotisch. Von dort aus gelangen wir auf die Bahnhofsstraße, der wir bis zur Vorfahrtsstraße folgen. An dieser biegen wir links ab, kreuzen kurz danach die Bahnlinie. Wir folgen gleich dahinter der stetig ansteigenden Lichtenfelser Straße, überqueren die B303 und biegen kurz vor Ortsanfang Forsthub nach rechts ab. Der Weg wird bald zum Feldweg. Wenn dieser nach links abbiegt, gehen wir rechts an einem Wiesenzaun vorbei in ein Waldstück. Hinter einerLichtung wenden wir uns an einer Wegkreuzung nach links. Nach etwa 100 m, am Ende des Weges, geht es wieder nach links. Nach einigen hundert Metern gelangen wir zu einer asphaltierten Straße, biegen aber vorher rechts in einen lichten Mischwald. Stetig bergab und immer dem befestigten Weg folgend gelangen wir an dessen tiefstem Punkt an eine Gabelung, biegen nach links ab, um gleich danach in einen grob geschotterten Weg einzubiegen. Nach einigen hundert Metern mündet dieser in einen breiten befestigten Waldweg, dem wir nach rechts folgen. Immer leicht bergan nehmen wir den von links kommenden, leicht ansteigenden Weg und gelangen nach kurzem Anstieg wieder an eine Weggabelung. Wir wählen den rechten, fest geschotterten Weg und sind nach ca. 100 m am Stegnerbrunnen, der zur Rast einlädt und wo ein Gedenkstein an die Einweihung dieses Jakobusweges 2008 erinnert. Dem eingeschlagenen Weg weiter folgend sehen wir am Ende des Waldstücks den Ort Buch am Forst sowie die Autobahn und die Unterführung, die uns zum Buchentor führt. Die heutige evangelische Pfarrkirche, im Kern aus der Zeit um 1370 stammend, war einst St. Magdalena geweiht - für Jakobspilger ein Hinweis auf diese Pilgerpatronin, deren bedeutendstes Heiligtum sich im burgundischen Vezelay befindet. Kurz nach dem Buchentor biegen wir rechts ab und gehen einige hundert Meter parallel zur Autobahn. Am Ende des Waldes wählen wir den linken Weg und folgen den Hinweisschildern zum Schifferbrunnen, bis wir an eine Spitzkehre kommen, wo wir nach links abbiegen. An der nächsten Weggabelung, in der Mitte der Waldlichtung, biegen wir rechts ab. Immer dem befestigten Waldweg folgend kommen wir an die B 289, die wir überqueren. Über einen holprigen Waldweg gelangen wir nach 100 m auf die Alte Coburger Straße (bereits im Stadtgebiet von Lichtenfels), in die wir nach links einbiegen und ihr dann bis zum Ende folgen. Wir überqueren den Main, unterqueren die Bahnlinie und erreichen den Marktplatz von Lichtenfels. Den Zielpunkt dieser Etappe erreichen wir, indem wir uns nach rechts wenden und durch das Bamberger Tor gehen. Wir folgen der Bamberger Straße ca. 200 m auf dem linken Gehsteig. Unmittelbar nach einem größeren Haus geht der Kapellenweg links ab, der bei den Treppen mündet, die uns hinauf zur spätmittelalterlichen ehemaligen Burgkapelle St. Jakobus leiten. Für Gruppen wird die Kapelle zur Besichtigung auf telefonische Anfrage beim Pfarramt geöffnet. (Pilger können hier den Stempel bekommen und sich ins Pilgerbuch eintragen).

 

Nutzung der WANDERKARTE - OBERES MAINTAL, COBURGER LAND mit freundlicher Genehmigung des Fritsch Verlages . Wir danken Tourismus Coburg, Herrngasse 4, 96450 Coburg für die Unterstützung. Druck: Druckerei Leutheußer, Coburg