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wanderkarte sesslach

Seßlach

Text und Bilder Hans Detlef Bürger

Das Städtchen Seßlach im westlichen Landkreis hat wohl nach der Kreisstadt Coburg die reichste historische Bausubstanz. Vor allem hat es eine noch weitgehend vollständig erhaltene Wehrmauer mit Tortürmen an den Zufahrtsstraßen.

Seßlach könnte heute auch in Unterfranken liegen, gehörte es doch über Jahrhunderte zum Fürstbistum Würzburg. Im Gegensatz zu dem sonstigen Territorium wurde Seßlach nach der Säkularistion nicht dem „Untermainkreis“ zugeschlagen, sondern dem „Mainkreis“, aus dem sich später der „Obermainkreis“ und schließlich Oberfranken entwickelte. Zum Landkreis Coburg gehört das Städtchen allerdings es seit der Gebietsreform in den 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Damals wurde der Landkreis Staffelstein auf die Kreise Lichtenfels und Coburg aufgeteilt.

Für den Thüringerwald-Verein Coburg ist Seßlach seit jeher eines der beliebtesten Wanderziele oder Wanderstationen. Zwei Wanderwege mit historischen Bezug laufen durch Seßlach.

Der „Amtsbotenweg“ Coburg- Königsberg erinnert daran, dass einst das 50 km entfernte Königsberg eine Exclave des Herzogtums Coburg gewesen ist. Der „Friedrich-Rückert-Weg“ hingegen verbindet den Geburtsort Schweinfurt mit dem Wohnsitz der letzten Lebensjahre und Sterbeort des bekannten Dichters und Sprachwissenschaftlers Friedrich Rückert (1788 – 1866).

mehr Bilder 24.03.2011  Bildstock Franz Xaver

 

Ursprung im 14 Jhdt., Langhaus 15.Jhdt., barocke Umgestaltung 18. Jhdt., neugotische Umgestaltung im 19. Jhdt. (Denio).

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Die Stadtpfarrkirche ist Johannes dem Täufer geweiht. Hier treffen sich Stilelemente von der Gotik bis in den Barock.

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Ich habe mich inzwischen von NIKON halb verabschiedet zugunsten der OLYMPUS OM D; hier mit dem ganz vorzüglichen Zuiko Digital 1,8/17er, aus der Hand. Sowas geht wohl nicht mit dem Smartphone und auch nicht mit dem Tablet. Entstanden am Ostersamstag 2016. Eine weitere Qualitätssteigerung wäre wohl nur noch mit “Vollformat” möglich - und im ‘”HDR”-Verfahren.

Die Kanzel stammt von 1696, dann im Vordergrund die Madonna von 1515 (Dehio); der Legende nach aus Watzendorf. Unten Deckengemälde von Franz Anton Günther. Lt. “Dehio” handelt es sich um einen Bruder des berühmten Barock-Bildhauers Ignaz Günther, der allerdings vornehmlich im südbayerischen Raum tätig war. Über diesen Franz Anton Günther ist ansonsten wenig zu erfahren, lt. Dehio in Franken noch in Pettstadt bei Bamberg, dort wird der Maler “aus Bamberg” bezeichnet. Eine Auferstehung Christus, zwei Grisaillen

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