Die Kapelle St. Georg bei Senftenberg (Gemeinde Buttenheim) und der “Georgiritt”

Der Thüringerwald-Verein Coburg unternahm am Sonntag, 21. August 2011 eine Gruppenwanderung im Bereich des Fränkischen Jura. Ausgangsort war Wernsdorf, Ziel Senftenberg. Für den in Bamberg aufgewachsenen unterzeichneten Autor war dies Anlass genug, im Familien-Fotoarchiv nachzukramen. Es kamen Fotos aus den Jahren 1953 und 1954 vom “Georgiritt” zum Vorschein. Dem online-Lexikon “WIKIPEDIA”, downl. 22.08.11 verdankte ich den Hinweis, dass die Georgiritte auf den Senftenberg zwar eine jahrhundertealte Tradition hatten, nach mehr als hunderten Jahren der Unterbrechung aber erstmals 1951 wieder durchgeführt wurden. Daher war 1953 und 1954 der 3. und 4. Georgiritt neuerer Zeit.

Georgskapelle Senftenberg

Der Anblick dieser Kapelle lässt vermuten, dass es sich ursprünglich um eine Burganlage handelte. Dies bestätigt sich bei Dehio; demnach wurde die ursprünglich vorhandene Burg 1525 zerstört.

Georgskapelle Senftenberg
Georgiritt Senftenberg
Geogiritt Senftenberg 1953
Georgiritt Senftenberg 1954
Georgiritt Senftenberg 1953
Georgiritt Senftenberg 1954
Georgskapelle Senftenberg

Das Bauwerk macht noch immer einen recht wehrhaften Eindruck.

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Blick durch das Eingangsgitter in das Innere; ein St. Georg als Drachentöter auf dem Hochaltar. “WIKIPEDIA” und Dehio nennen als Baumeister Valentin Juliot von Gufle aus der Schweiz. Bemerkenswert ist auch der Rundblick von der Kapelle aus, an diesem 21. Aug. 2011doch etwas verhangen. 

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Wie die “Lausitzer Rundschau” vom 21. 6. 2008 berichtet, besuchte eine Gruppe aus der gleichnamigen Stadt den fränkischen Senftenberg. die geschichtlichen Ausführungen hierzu nahmen einen breiten Raum ein. Vermutlich besuchten die Lausitzer ebenso die naheliegende Kellerwirtschaft wie der Thüringerwald-Verein am 21. Aug. 2011.