Literatur zum Silberreiher

 Bei neu hier vorkommenden Arten lohnt sich zuweilen der Griff zu einem etwas älteren Bestimmungs- oder Handbuch.

 In diesem Falle „Das große Bilderlexikon der Vögel“; Gütersloh 1965.

Offensichtlich kam damals der Silberreiher in Mitteleuropa nicht vor, stattdessen berichtet dieses Buch von der Bestandsgefährdung durch intensive Jagd, damals für Damen-Hutfedern:

 Auszugsweises Zitat:

 Zu der Zeit, als Reiherfedern für Damenhüte verwendet wurden, war der Silberreiher (Casmerodius albus) [der Ausrottung besonders nahe. Tausende von Altvögeln wurden mit ihren Jungen direkt bei den Nestern abgeschossen. Der Silberreiher nistet in Südeuropa, …. Nur dank strenger Schutzmaßnahmen ist er in Europa noch erhalten geblieben; dennoch ist er selbst an Orten, die als besonders reich an Reihern galten, wie zum Beispiel im Donaudelta oder an den ungarischen Seen, selten geworden. Er ist ein stattlicher Vogel von über Fischreihergröße und zieht daher mit seinem weithin leuchtenden weißen Kleid die Aufmerksamkeit der beutegierigen Schützen  und Sonntagsjäger leicht auf sich. Zur Nistzeit erreichen seine etwa 50 Schmuckfedern am Rücken eine Länge bis zu 50 cm. Der Schnabel ist dann schwarz, im Winter gelb, während die Beine das ganze Jahr hindurch schwarz sind….

 Dagegen ordnet Anne Puchta: „Steinbachs Naturführer – Wasservögel“, München 2002 den Silberreiher ein als „In EU seltener Brutvogel…….in Deutschland ganzjähriger Gast“.