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Die erste Station der diesjährigen kulturellen Exkursion des Thüringerwald-Vereins Coburg unter Leitung von Dr. Harald Bachmann (fachlich) und Wilhelm Bauer (organisatorisch) durch das südliche Thüringen begann mit einer Überraschung. Natürlich war die Firma „Somso“ für die Fahrteilnehmer längst ein Begriff. Aber für die meisten Coburger ist dies eine Traditionsfirma ihrer Heimatstadt. Die wenigsten wissen, dass das Unternehmen bereits 1876 in Sonneberg gegründet wurde. Erst die politischen und wirtschaftlichen Verhältnisse in der damaligen SBZ , die in der Enteignung am 18.12.1952 gipfelten, zwangen das Familienunternehmen, damals bereits in der 3. Generation in den Westen zu übersiedeln. Wie so viele ähnlich betroffene wählten sie als neuen Standort das grenznahe Coburger  Land.

Ab 1960 wurde das vermutlich allen Coburgern bekannte Werk in Neuses  gebaut.

Vermutlich kennt jeder aus dem eigenen Schulunterricht die Anatomie – Modelle. Sie zeigen den Menschen von der Haut bis in die inneren Organe, das Skelett und die Blutgefäße. Es ist bemerkenswert, dass sich diese herkömmlichen Anschauungs- und Lehrmaterialien gegen die digitale Konkurrenz behaupten, gegen modernste „hi-tech“-bildgebende Verfahren behaupten können. Noch erstaunlicher ist die Bandbreite des Fertigungsprogrammes der Fa. „Somso“. Es kann hier auch nicht annähernd umschrieben werden.  Bei den zoologischen Modellen beispielsweise reicht das Angebot vom Wechseltierchen bis zum Pferd.  Staunenswert ist es auch, dass sich etwa Obstzuchtbetriebe etwas kosten lassen, um Nachbildungen bestimmter Apfelsorten als Anschauungs- und Vergleichsmaterial zu bekommen.

Der Chef des Unternehmens, Herr Hans Sommer, hat es sich nicht nehmen lassen, persönlich dies alles bei der gebotenen Kürze der Zeit zu erläutern. Der ursprüngliche Firmensitz in der Sonneberger Beethovenstraße ist heute als Firmenmuseum ausgebaut, wo nach Vereinbarung Führungen stattfinden können. Herr Sommer betonte, dass es sich um Handarbeit, um Einzelfertigung am Standort handelt. Und er verwies darauf, dass bereits die 5. Generation im Unternehmen engagiert ist. So etwas hat heute Seltenheitswert.

Anschliessend war die Gruppe neugierig auf die Ausstellung im Obergeschoss. Geduldig beantwortete ein Mitarbeiter die Fragen. Besonders bestaunt wurde die Nachbildung eines „Tante-Emma-Ladens“ mit zahlreichen Lebensmittel - Attrappen.  Die jüngere Generation kennt kaum noch diese Artikel für das Schaufenster, die einst anstelle echter, verderblicher Lebensmittel als Blickfang für die Kundschaft verwendet worden ist.

Der Dank der Fahrtteilnehmer an Herrn Sommer uns einen Mitarbeiter kam von Herzen.

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