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Die Sennigshöhe - Symbol einer Wiedergründung

Besonders herausragende Ereignisse sah die Alexandrinenhütte im Jahre 1990. Nach der „Wende" des Jahres 1989 waren „drüben" in mehreren Orten neue Thüringerwald-Vereine entstanden. Der Thüringerwald-Verein schickte sich an, seine ursprüngliche Heimat zurückzugewinnen. Die neuen Wanderfreunde suchten gerne das Coburger Land auf, wo der Verein die Jahre 1945-1989 überdauert hatte. Es kam zu mehreren Treffen „hüben" wie „drüben". In diesem Jahr 1990 jährte sich die Gründung des Thüringerwald-Vereins zum 110. Male. Würde es gelingen, einem Werke neues Leben zu spenden, das am 24. August 1880 in Eisenach begonnen wurde, um es von Generation zu Generation weiterzugeben, bis es 1945 in Thüringen selbst brutal zerschlagen wurde?

In Coburg war der einzige verbliebene Zweigverein im Grunde zu einem  Coburger Wander-, Naturschutz- und   Heimatverein geworden, der allerdings seinen Ursprung jenseits der Grenze nie  vergessen oder gar verleugnet hatte. Die  Verantwortlichen hatten vor allem der Versuchung widerstanden, sich selbst die  Arbeit leichter zu machen und sich einem  benachbarten Gebietsverein (dem Frankenwaldverein etwa) anzuschließen.  Am Samstag, dem 14. 7.1990 trafen Vertreter des  Thüringerwald-Vereins Coburg  mit  den neugegründeten Vereinen auf der  Sennigshöhe, um das weitere Vorgehen zu beraten. Es war einer der  brennend heißen Sommertage dieses  Jahres.

Aus Thüringen waren Wanderfreunde aus Elgersburg, Fehrenbach, Gräfenthal, Hinterrod, Ilmenau, Langewiesen, Neuhaus, Saargrund, Steinach, und Steinbach-Hallenberg vertreten. Nun war ja die Marschroute der politischen Entwicklung nicht sofort absehbar und daher wurde zunächst an einer ehe lose „Arbeitsgemeinschaft" von Thüringerwald-Vereinen gedacht. Im Herbst 1990 aber zeichnete sich die staatliche Wiedervereinigung noch in diesem Jahre ab.

Das nächste Treffen war auf den 22. September 1990 angesetzt. Dieses Mal war aber von vornherein klar, dass es - in welcher Form auch immer - zu einer Wiedergründung des Gesamt-Thüringerwald-Vereines kommen würde. Daher wurden auch politische Mandatsträger aus dem Raum Coburg eingeladen. Es waren dies u. a. Landrat Karl Zeitler, OB Norbert Kastner, Bürgermeister Dlouhy, MdB Otto Regenspurger, Bezirkstagspräsident Edgar Sitzmann  sowie die Bürgermeister der Gemeinden Meeder und Lautertal. Vom Verband der Deutschen Gebirgs- und Wandervereine war Vizepräsidentin Renate Weber angereist.

Trotz des (wieder einmal) wenig einladenden Wetters waren zahlreiche Wanderfreunde aus Thüringen und Coburg vertreten. Nach Rücksprache mit dem Verband  entschloss sich damals Wolfgang Süße den wieder gegründeten Gesamt-Thüringerwald-Verein auszurufen. Die Unterbrechung, bedingt durch die Nachkriegs-Verhältnisse in Deutschland, konnte zwar  nicht mehr ungeschehen gemacht werden,  sie war aber nun überwunden.              

Fünf Jahre später, am 24. September 1995, wurde in einer Feierstunde bei der Alexandrinenhütte dieses Ereignisses gedacht. Ein ausführlicher Bericht steht im „Farnkraut" 4/1995.                    

 

Ein Jahr später  Zeit bekam die Sennigshöhe ut prominenten Besuch. Am Samstag, 20. April 1996, bei herrlichem Frühlings-,  ja Frühsommerwetter stattete die  Präsidentin  des  Landesverbandes Thüringen des Verbandes der Deutschen" Gebirgs-  und  Wandervereine,   Staatsministerin Christine Lieberknecht, einen privat gehaltenen Besuch ab.

Noch ahnte niemand, dass Frau Lieberknecht einmal Ministerpräsidentin des Freistaates Thüringen sein würde!

Auch das “10jährige” der Wiedergründung haben wir in größerem Rahmen gefeiert, am Sonntag, 24. Sept. 2000. Diesmal gab es ein kleines Festzelt, aber das Wetter war optimal- spätsommerlich.

H.D.Bürger

 

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3 Fotos (hdb): Wiedergründung des Thüringerwald-Vereins am 22. Sept. 1990 an der Alexandrinenhütte mit zahlreichen Mandatsträgern, u.a. MdB Otto Regenspurger, MdL Siegfried Möslein,  OB Norbert Kastner, Landrat Karl Zeitler, Bgm. Rolf Forkel .

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