Das um 1900 erschienene Standwerk „Bau- und Kunstdenkmäler Thüringens“ von Lehfeldt-Voss schreibt hierzu einleitend:

 

Das Zeughaus.

 

Geschichtliche Nachrichten. Das Zeughaus wurde von Herzog Johann Kasimir 1616 - 1621 unter Peter Sengelaubs Leitung erbaut. Die Kosten sollen sich auf 21 928 Gulden belaufen haben. Seiner ursprünglichen Bestimmung scheint das Gebäude zu Gunsten der Veste bald entzogen zu sein. 1683 wurde der obere Saal als Theater eingerichtet und zu Anfang des folgenden Jahres die erste Komödie darin aufgeführt. Gegenwärtig[1] ist das Erdgeschoss als Kaufladen vermiethet, während das Obergeschoss bis 1904 als Landrathsamt[2] benutzt wurde; ausserdem befinden sich dort die herzogliche Staats- und Domänen-Kassen, die Landrenten-Bank und die herzogliche Bibliothek. – Dr. Krieg

 

Literatur: Gruner I, S. 129. — Hönn I, S. 231/2. — Karche J, S. 141 u. 285. — v. Schultes, Landesgeschichte von 1425 bis auf die neueren Zeiten I, S. 104.


[1] Gemeint ist zur Zeit des Erscheinens des „Lehfeldt-Voss“, also um 1900!

[2] Siehe hierzu auch die Schrift „150 Jahre Landratsamt Coburg“, Coburg 2008

In der Folge betonen Lehfeldt/Voss den “wehrhaften Charakter” des Bauwerks, besonders an der Front zur Herrngasse. Sie verweisen darauf, dass vornmals (noch) weniger Fenster in dieser Giebelfront vorhanden waren, wodurch der Festungsartige Charakter verstärkt worden sei. Ornamentaler Schmuck sei nur an den hohen Giebeln vorhanden.....