Aus “Das Farnkraut” Nr. 2/1997. Die alljährliche Vogelstimmenwanderung ist ein erster Höhepunkt im Wanderjahr. Die Aufmerksamkeit gilt aber nicht allein den Singvögeln, sondern der Natur mit Flora und Fauna insgesamt. Damals war der langjährige Naturschutzwart Waldemar Barnickel noch mit von der Partie, aber auch sein Nachfolger Frank Reißenweber.

 

Der Natur auf der Spur

Wie alljährlich am Muttertag stand die „Vogelstimmen-Wanderung" an. Vorbereitet hatten diese Wanderung Waldemar Barnickel und Frank Reißenweber. Ausgangspunkt war diesmal Unnersdorf am Main.
Der Weg führte die 26köpfige Grupe an den ehemaligen Baggerseen bei Staffelstein entlang.
Noch zeigte sich der Himmel bedeckt, ein Regenschauer zog von den „Eierbergen" heran. Dies beeinträchtigte aber keineswegs die Möglichkeiten, Natur und insbesondere die gefiederte Welt zu beobachten und insbesondere zu belauschen.
Neben Zilpzalp, verschiedenen Grasmücken- und Laubsängerarten ließ sich auch die Nachtigall vernehmen. Am Ufer und auf dem Wasser zeigten sich ein Bleßhuhn beim Brüten sowie ein Haubentaucherpaar mit bereits geschlüpftem Nachwuchs.
Eine nicht alltägliche Beobachtung war auch ein Neuntöter.
Der Wanderweg führte nun am Main entlang bis zur Brücke zwischen Unterzettlitz und Wiesen, wo eine Frühstücksrast eingelegt wurde.
Anschließend ging es weiter durch Wiesen und dann hoch hinauf zu den „Eierbergen". Inzwischen war es recht sonnig und warm geworden. Über die „Eierberge" erreichte die Gruppe Herreth zur Mittagseinkehr. Der Rückweg führte über den Mainwanderweg über Nedensdorf nach Unnersdorf. Ein Paar des Roten Milan nutzte die ausgeprägte Thermik zu ihren Flugmanövern. In einem Gebüsch war ein Raubwürger zu sehen.
Bei dieser Excursion konnten überhaupt zahlreiche Vogelarten beobachtet werden. Daß aber Schluckspechte, Schnapsdrosseln und Bordsteinschwalben darunter waren, ist sicher nur ein Gerücht.
-hdb-