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AUS DER GESCHICHTE DER PFARRKIRCHE ZU WATZENDORF

Schon von weitem grüßt den Ankommenden über Hügel und Felder hinweg der mächtige Turm der Kirche, die hoch über Watzendorf aufragt. Bis zum Jahre 1452 unterstand die Wallfahrt-Kapelle zu Watzendorf unmittelbar der Pfarrkirche von Altenbanz, so dass die Einwohner von Gossenberg, Neuses a. d. E., Schafhof mit  Seemühle, Welsberg und Watzendorf hei Schnee oder Eis, Kälte oder Überschwemmungen den weiten Kirchweg nach dort zurücklegen mussten.

Auf Bitten der Gemeinden erhob der Bischof Gottfried von Würzburg im Jahre 1452 Watzendorf zur selbständigen Pfarrei. Die ursprünglich gotische Kirche "Zu Ihrer Lieben Frauen“ wurde vermutlich im Dreißigjährigen Krieg zerstört.

Nur spärlich sind die Zeugnisse, die uns von den baulichen Veränderungen an der alten Kirche Auskunft gehen können. Mehr erfahren wir aus schriftlichen Überlieferungen, die sich mit dem Bau des heutigen Gotteshauses befassen.

Am 5. Mai l728 erhielt der Hofmaurermeister Brückner aus Coburg den Auftrag, die alte Kirche bis auf Kanzel, Orgel und Taufstein abzubrechen und für 1200 fränkische Gulden und 24 Spezies - Taler eine vollkommen neue und größere aufzubauen, und zwar 68 Schuh lang, 40 Schuh breit und 34 Schuh hoch.

Am 5. Mai 1720 wurde der Grundstein für die neue Kirche gelegt. Dem Grundstein wurden beigegehen: Eine zinnerne Schrifttafel, ein Pergamentbrief mit dem Namen des Pfarrers, des Schulmeisters, der Kastenmeister, der Schultheißen und der Bauschulzen, zwei Patel Wein, ein weißes und ein rotes, sowie unterschiedliche Münzsorten Ihrer Durchlaucht.

Am 2. Juli 1733 wurde die neue Kirche eingeweiht. Der Generalsuperintendent Meuschen hielt vor der Haupttür eine Anrede mit den Worten Davids aus dem 24. Psalm Vers 7 und 9;  „Machet die Tore weit und die Türen in der Welt hoch, dass der König der Ehren einziehe.“

Im Jahre 1811 verkleinerte sich das Kirchspiel um Welsherg. das zu Schottenstein kam. 1839 fiel Schafhof mit Seemühle an die Pfarrei Ahorn. So bilden bis zum heutigen Tag die drei "Eigensdörfer“  Gossenberg, Neuses a.d.E. und Watzendorf eine der kleinsten noch selbständigen Pfarreien des Coburger Dekanats.

G. Ackermann

 

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Gasthaus “Ehrlich”