Aus „Das Farnkraut“ Nr. 4/1971

 

Immer wieder publizierte Werner Ungelenk kurze Nachrichten aus Thüringen.

In diesem Falle ergänzt um einen kurzen Bericht über den errichteten Gedenkstein für Dr. Julius Kober. Es zeigt sich hier auch, dass die Verbindungen zwischen „hüben und drüben“ nicht ganz abgerissen sind. 

 Der Suhler Kober - Gedenkstein

 Dieses Privatfoto, das uns die Thüringer Tageszeitung kollegialerweise zur Verfügung gestellt hat (Anmerkung: hier nicht übernommen), zeigt den Gedenkstein für Dr. Julius Kober auf der „Plänckners“-Aussicht zwischen Oberhof und der Schmücke. Er wurde, wie von uns bereits berichtet, von Suhler Rennsteigfreunden gestiftet. Seine Enthüllung fand am 23. Mai dieses Jahres zur gleichen Stunde statt, als beim oberfränkischen Waldhaus »Waidmannsheil«, der Gründungsstätte des Rennsteigvereins, zu dessen 75-Jahr-feier die Einweihung des dortigen Kober-Gedenksteins erfolgte.

 Einen weiteren Gedenkstein für Dr. Kober stifteten frühere Mitglieder der von ihm einst betreuten Suhler Joelgemeinde für die Grabstätte in Suhl, in der Kobers Urne an der Seite seines hier ruhenden Vaters Friedrich Wilhelm Kober beigesetzt worden ist.

 

Wissenswertes aus Thüringen

 Das im letzten Krieg totalzerstörte Kaisersaalgebäude von Schloß Schwarzburg im Thüringer Wald ist nach 15jähriger Restaurierungsarbeit wieder zur Besichtigung freigegeben. Das Kleinod barocker Architektur aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts beherbergt heute eine Sammlung historischer Waffen.

 Bei Feldarbeiten in der Nähe von Kaltenwestheim (thüringische Rhön) wurden Urnengräber aus der Zeit bis 2000 v. Chr. freigelegt und wertvolle Grabbeigaben geborgen.

 Zum schutzwürdigen Kulturdenkmal erklärt wurde das ehemalige Wasserschloß Dölau bei Gera, dessen Entwicklungsgeschichte bis ins 11. Jahrhundert zurück nachgewiesen ist.